24-Stunden-Lauf der Superlative

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Hans-Dieter Hillmoth (mit Startpistole) schickte die Läufer auf die Strecke. Danach fand die Hatz nach Spenden 24 Stunden keine Pause mehr.

Rodgau - Die Wirtschaftskrise konnte die Spendenbereitschaft beim 24-Stunden-Lauf nicht bremsen. In Eurowährung gab es mit 104 851 Euro sogar einen neuen Rekord (Stand: Sonntag, 13 Uhr). Von Bernhard Pelka +++Fotostrecke+++ +++Video+++

Mit weitem Abstand zu Platz zwei vereinte das Rotary Dream Team die meisten Spenden auf sich: 45 945 Euro! Wobei die Rotarier selbst 25 000 Euro stifteten und damit ihr Versprechen, sämtliche Privatspenden auf ihre Mannschaft zu verdoppeln, übererfüllten. 8 000 Euro schafften die DB Advisors, Platz drei in der Spendenliste belegten die Mercedes Benz Silberpfeile (5 270 Euro). Damit haben die 28 Auflagen des Laufs zu Gunsten der Behindertenarbeit bisher rund 2,2 Millionen Euro erbracht.

GmB-Vorsitzender Christian Goldmann mit Tochter Johanna (dreieinhalb) war dankbar für das Engagement und begeistert vom Rekordergebnis.

Auch die unermüdlichen Athleten, die mit unbändigem Willen dieses fantastische Ergebnis erliefen, setzten in sportlicher Hinsicht noch eins drauf. Zufrieden und mit Hochachtung verfolgten denn auch der Vorsitzende von „Gemeinsam mit Behinderten“ (GmB), Christian Goldmann, und Lothar Mark, Vater des Benefizlaufs, wie die Ausdauersportler trotz immenser Strapazen und unglaublich hoher Kilometerleistungen selbst in der letzten Stunde vor dem Schlusscountdown noch einmal alles gaben. In einem bärenstarken Feld setzte sich das Team klausweiland.de and Friends mit 939 gelaufenen Runden (das entspricht 375,6 Kilometer) ganz knapp vor den GOS Busters (934 Runden oder 373,6 Kilometer) durch. Die Sieger liefen damit exakt 20 Runden mehr als die Nummer eins des Vorjahres. Platz drei belegte das Team Donja Stubica aus der Partnerstadt, das im TSV-Stadion erstmals für die gute Sache unterwegs war. 916 Runden (366,4 Kilometer) schafften die Gäste. Auf Rang vier: TSV Die Allerscheenste (914 Runden), gefolgt vom Rodgau Lauftreff (880 Runden).

Im Imbisszelt gab es leckere Kalorien.

Eine eigene Mannschaft stellte „Gemeinsam mit Behinderten“ diesmal nicht. Gleichwohl gab es auf der Strecke zwei Rollstuhlfahrer. Patrick Ritter startete für die Kehlewetzer vom AGV Sängerkranz und Karin Schließmann für die Stolpertruppe.
Stets hat der 24-Stunden-Lauf auch imposante Jubiläen im Programm. Zehn Jahre dabei ist Ernst Jochimsen von den Montagsläufern. Und seine 1 500. Runde absolvierte Helmut Jung von derselben Mannschaft.

Kurzfristig absagen musste hingegen die Truppe aus dem Rathaus, die AktentranSportler. Sie hatten zu viele Verletzte. Vereinzelte Ausfälle gab es auch während der Nacht zum Sonntag, doch hielten alle Mannschaften bis zum Schluss durch.

Champions mit fünf Runden Vorsprung: klausweiland.de and Friends, früher fürs Vital Weiskirchen unterwegs und so schon letztes Jahr die Sieger. Auf der Bühne gab‘s Riesenjubel nach der Riesenanstrengung.

Es war dies ein 24-Stunden-Lauf der neuen Konzepte. So waren der Festplatz am Rand der Strecke um ein Verköstigungszelt und die pausenlos genutzten Spielzonen für Kinder erweitert worden, um den familiären Charakter der Veranstaltung zu stärken. Das ging bestens auf. Nur die neu organisierte Gastronomie ließ noch zu wünschen übrig. Die Schlangen am Getränkestand waren einfach zu lang. „Wir werden nachbessern“, versicherte GmB-Vorsitzender Christian Goldmann.

Impressionen vom 24-Stunden-Lauf

24-Stunden-Lauf der Superlative

Premiere feierten auch die Kinder des katholischen Kindergartens St. Nikolaus, als sie vor dem offiziellen Start eine Runde drehten. Zuvor hatte die Kleinen mit Jutta Groha, der zweiten Vorsitzenden von GmB, ein goldiges Aufwärmtraining vor der Bühne absolviert.

Immer locker bleiben . . .

Danach waren die Großen an der Reihe. Der Geschäftsführer von Radio FFH, Hans-Dieter Hillmoth, schickte sie per Startschuss auf die Strecke. Die von der Energieversorgung Offenbach AG bereit gestellte Bühne nutzten am Samstagabend dann die Formationen „MOB“ (Rodgau) und „Roxone“. Klar, dass der markige Sound der Live-Bands den Adrenalinspiegel der Läufer ganz oben hielt. Ein echter Hingucker war überdies der Heißluftballon inmitten der Zeltstadt auf dem grünen Rasen. Der Hanauer Katalysatorenhersteller Umicor hatte die herrlich leuchtende Sensation zur Verfügung gestellt. Nichts geht ohne Helfer: Günter Seebäck legte heiße Scheiben auf, Mattias Ott moderierte souverän, Miriam Seib, Jessica Collet und Christian Gerhardt machten die Statistik - um nur einige zu nennen.

Quelle: op-online.de

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