Im Frühjahr den Jügesheimer Westen verschönern

24.300 Blumen gepflanzt

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Der Hänger von Jan Kurts Traktor pflügt, sät und glättet den Boden in einem Arbeitsgang. 

Rodgau - 24.300 Blumen sollen im Frühjahr Farbe an den Jügesheimer Ortsrand bringen. Der Niederländer Jan Kurt und Christoph Bormuth vom Bauhof brauchten gestern nicht einmal zwei Stunden, um die Zwiebeln in die Erde zu bringen.

90 Blumenzwiebel werden pro Quadratmeter benötigt. Jan Kurt und Christoph Bormuth öffneten die Säcke im Akkord.

Italien, Irland, Hamburg, Rodgau: Jan Kurt ist ein gefragter Mann, wenn’s darum geht, riesige Mengen an Blumenzwiebeln schnell in den Boden zu schaffen. Hinter seinem Traktor hängt ein Gerät, das Pflug, Sämaschine und Egge zugleich ist. Damit pflanzte er gestern südlich der Allensteiner Straße 24.300 Blumen - Narzissen und Zierlauch - in einem Arbeitsgang. Nur zum Nachfüllen hielt er an. Christoph Bormuth vom städtischen Bauhof hatte einen ganzen Pritschenwagen voller Zwiebeln an den Ortsrand transportiert. 90 Stück werden pro Quadratmeter benötigt.

Die Stadt will nach und nach einen Blumengürtel rund um Rodgau anlegen, erläuterte Pressesprecherin Sabine Hooke. Kurt und Bormuth bepflanzten einen 270 Meter langen Streifen: In Schlangenlinien umkurvte der Niederländer Jan Kurt mit seinem Gespann jeden zweiten Baum. Die fast 25.000 Blumen sollen schließlich nicht wie eine Reihe Zinnsoldaten wachsen. Im Frühjahr dürfen sie ihre Pracht in Gelb, Weiß und Violett entfalten, das kostet die Stadt 6200 Euro.

Ähnliche Blumenbeete gibt’s schon an der Rodau in Jügesheim und der Rodgau-Ringstraße in Nieder-Roden. 2018 kommt unter anderem das Baugebiet an der Hainhäuser Südspange dran.

Pflücken ist verboten, hebt Sabine Hooke schon mal mahnend den Finger. Denn wenn nur jeder zweite der 48.000 Rodgauer eine Blume nimmt, gäbe es am Jügesheimer Ortsrand keine blühende Landschaft mehr, sondern eine kahle Fläche.

Diese Sommerblumen gehören in jeden Garten

Jan Kurt arbeitet für die holländische Firma „Flower your Place“ in halb Europa. Die nächste Dienstreise führt ihn und seine Maschine nach Italien. Kurz darauf muss er nach Irland, wo er schon gearbeitet hat. „Wenn Sie mal im Frühling nach Dublin fliegen, sehen Sie beim Landeanflug einen großen gelben Kreisel. Das haben wir gemacht“, erzählt er. (lö)

Quelle: op-online.de

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