Ärger: Sperrmüll nicht abgeholt

Rodgau (eh) ‐ Die Müllabfuhr hat an Heiligabend in Rodgau nicht nur Altpapier liegen gelassen. In mindestens zwei Fällen wurde auch Sperrmüll nicht abgeholt.

Der Sperrmülltermin am 24. Dezember war mir schon suspekt gewesen“, sagt Jutta Bradt, eine der beiden Betroffenen: „Aber bei der Stadt hat man mir versichert, dass es klappt.“ Bereits am Abend zuvor, so berichtet die Weiskircherin, habe sie ihre alten Küchenmöbel auf den Gehweg gestellt: „Herd und Kühlschrank wurden am nächsten Vormittag abgeholt, der Rest blieb stehen.“ Als sie an Heiligabend spät von der Arbeit nach Hause kam, trug sie die Möbel wieder in den Hof.

Die Firma Remondis (Büdingen) hingegen sagt, um 8.15 Uhr morgens sei noch kein Sperrmüll am Straßenrand gestanden. Dies habe der Fahrer per Unterschrift erklärt. „Da steht Aussage gegen Aussage“, so Fuhrparkleiterin Melanie Dietz. „Irgendeiner muss den Elektroschrott mitgenommen haben, wir waren es definitiv nicht.“ Die Küche werde heute abgeholt.

Blitzeis Grund für Verzögerung

Trotz dieser Lösung ist Jutta Bradt verärgert: „Mir zu unterstellen, ich würde lügen, finde ich reichlich unverschämt.“ Sie habe den Sperrmüll frühzeitig am Straßenrand aufgebaut: „Ich habe am 24. den ganzen Tag gearbeitet, wann soll ich denn da nachträglich etwas herausgestellt haben?“ Remondis dürfe so nicht mit den Bürgern umgehen. Wenn die Firma einen Abfuhrtermin nicht einhalten könne, dann solle sie eben rechtzeitig absagen.

Zur Verzögerung beim Altpapier mehr im Artikel „Hässlicher Weihnachtsschmuck

Die Verzögerungen beim Altpapier in Jügesheim und Hainhausen erklärt Fuhrparkleiterin Dietz mit dem Wetter: „Wir hatten Blitzeis.“ Durch die Glätte sei es auch zu Arbeitsunfällen gekommen. Um den Terminplan einhalten zu können, seien die Mitarbeiter mit allen verfügbaren Fahrzeugen an Heiligabend nicht nur halbtags, sondern einen vollen Arbeitstag unterwegs gewesen: „Wir sind bis 16 Uhr gefahren, weil wir alles von der Straße kriegen wollten.“ Sogar der Niederlassungsleiter habe sich ans Steuer eines Müllautos gesetzt. Acht Fahrzeuge seien in Rodgau eingesetzt gewesen. Melanie Dietz: „Dass an einzelnen Straßen doch noch etwas stehen geblieben ist, tut uns Leid. Wir wollen die Bürger ja nicht ärgern.“

Quelle: op-online.de

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