Ärztehaus kommt jetzt voran

Rodgau - (bp) Ein Jahr ist es her, dass die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt Rodgau mit dem Dienstwagen besuchte, um sich über den geplanten Neubau eines Medizinischen Kompetenzzentrums (MKZ) in Nieder-Roden zu informieren.

Damals mahnten beteiligte Mediziner zu größter Eile. Sonst seien die Überalterung und vor allem die Abwanderung der Ärzteschaft nicht mehr zu stoppen. Was ist seither geschehen?

Der Bebauungsplan für das Projekt ist weit vorangeschritten. Auch hat sich die Stadt inzwischen das Ankaufsrecht für die beiden privaten Grundstücke (zusammen 965 Quadratmeter) im Planbereich des MKZ gesichert. Dieses Ankaufsrecht wird die Stadt dann an den Bauträger und Investor abtreten. Im Gegenzug wurde einem der beiden privaten Eigentümer das Ankaufsrecht für ein Baugrundstück der Stadt eingeräumt. Der zweite private Eigentümer hat darauf verzichtet. Investor Uwe Werkmann aus Dietzenbach hat die Verträge fertig in der Schublade liegen. Wie berichtet, möchte er auf zwei städtischen und zwei privaten Grundstücken zwischen S-Bahn-Station und Unterer Marktstraße das MKZ bauen. Frühere Pläne der Stadt, dies mit der Errichtung einer Zentralbibliothek für Rodgau zu verknüpfen, sind wohl geplatzt. Das Kompetenzzentrum soll bis zu 17 Arztpraxen, eine 24-Stunden-Apotheke, eine Notdienstzentrale, weitere medizinische Dienstleister und Verwaltungsabteilungen von Arztpraxen aus der Region unter einem Dach vereinen. Organisiert werden soll dort nicht nur die wohnortnahe ärztliche Grundversorgung, sondern zum Beispiel auch die Rehabilitation nach Krankenhausaufenthalten.

Im Bebauungsplan war eine Tiefgarage für bis zu 200 Parkplätze vorgesehen. Die Zufahrt soll über die Lichtenbergstraße erfolgen. Eng eingebunden in die Planungen ist die Rodgau/Rödermärker Ärzteschaft, an der Spitze unter anderem der Dudenhöfer Arzt Dr. Ingomar Naudts. Ihm und seinen Kollegen war es vor einem Jahr gelungen, die Bundesgesundheitsministerin für das MKZ zu interessieren.

Quelle: op-online.de

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