Investor Uwe Werkmann zuversichtlich

Ist das Ärztehaus noch zu retten?

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Zunächst soll das nicht mal halbfertige Parkhaus (hier die Baustelle) gebaut werden, danach das Ärztehaus gegenüber.

Nieder-Roden - Kommt der Neubau des medizinischen Kompetenzzentrums „Medicum“ gegenüber dem Nieder-Röder S-Bahnhof doch noch in die Gänge? Gestern jedenfalls bekräftigte Bauherr Uwe Werkmann gegenüber unserer Zeitung, dass es weitergehen muss. in einem kurzen Gespräch:

„Es soll nicht nur weitergehen, sondern es muss weitergehen. Dazu habe ich schon viel zu viel Geld in dem Projekt“, sagt Bauherr Uwe Werkmann über das medizinische Kompetenzzentrum „Medicum“. Der Chef der Dietzenbacher Werkmann-Gruppe sagte, er sei wegen des Vorhabens gerade „in enger Abstimmung mit der finanzierenden Bank“. Die Verhandlungen seien kompliziert. Eigentlich wolle er gar nicht groß an die Öffentlichkeit treten. Er sei aber zuversichtlich, dass alles zu einem guten Abschluss komme.

Die Zeit dafür wird knapp. Schließlich hat sich Werkmann vertraglich verpflichtet, das Gebäude bis Februar 2014 fertigzustellen. Das ist natürlich nicht mehr zu schaffen. Aber wenigstens auf der seit 18 Monaten ruhenden Baustelle für das Parkhaus des Ärztehauses soll wieder Leben einkehren - noch vor Februar, wie der Bauherr hofft. Mit dem „Medicum“ verbindet sich seit Jahren die Hoffnung auf eine bessere ärztliche Versorgung. Die Stadt Rodgau war der Werkmann-Gruppe bei dem Vorhaben deshalb immer wieder entgegengekommen.

Dicke Luft zwischen Stadt und Investor

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Beispiele: Für das Vorhaben wurde am S-Bahnhof der erst zehn Jahre alte P+R-Parkplatz eingeebnet. Dafür wollte Werkmann eigentlich ein Parkhaus bauen. Seit 18 Monaten herrscht dort allerdings Baustopp. Und für den Hauptbau, das „Medicum“, ist noch nicht einmal die Baugrube ausgehoben worden. Als „Schwimmbad“ war die halbfertige Betonwanne des Parkhauses eine Lachnummer in der Fastnacht 2012/2013. Zum Lachen ist den Pendlern allerdings nicht, denn es fehlen Parkplätze. Um das Projekt zu befördern, kaufte die Stadt gegenüber dem S-Bahnhof Privatgrundstücke an, um sie dann 230.000 Euro unter dem Marktpreis an Werkmann weiterzuverkaufen. Als das Projekt stockte, stimmte der Magistrat einer Änderung des Bauantrags zu. Neu im Bauantrag sind im linken Gebäudeteil nun 24 Wohnungen für „Servicewohnen“, wie Werkmann formuliert. Auch ist ein Bäckerei-Bistro vorgesehen. Das geht natürlich zu Lasten der Zahl der vorgesehenen Arztpraxen. Zuletzt war noch von 14 die Rede.

Der Investor sagt, der Bauantrag sei eingereicht. Sein Unternehmen hoffe, die Baugenehmigung „in Kürze“ zu haben. Dicke Luft herrscht zwischen Stadt und Investor auch, weil der Bauträger telefonisch oft nicht erreichbar sei. Noch am vergangenen Dienstag sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann in der Magistratspressekonferenz sinngemäß, nach dem „Medicum“ müsse die Presse ihn gar nicht fragen. Der Investor rufe ihn trotz mehrerer Kontaktversuche einfach nicht zurück.

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bp

Quelle: op-online.de

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