Ärztezentrum macht Fortschritte

Nieder-Roden ‐ Das geplante Medizinische Kompetenzzentrum zwischen Puiseauxplatz und S-Bahn-Station Nieder-Roden kommt einen weiteren Schritt voran. Die Stadt kauft der Deutschen Bahn zwei Grundstücke ab, die zum Bau eines Parkhauses notwendig sind. Von Ekkehard Wolf

Der Dietzenbacher Bauträger Uwe Werkmann hat angekündigt, Mitte Oktober den Bauantrag für das Ärztezentrum einzureichen.

Das Stadtparlament steht einmütig hinter dem Bauvorhaben. Einstimmig und ohne Diskussion beschlossen die Stadtverordneten jetzt das Grundstücksgeschäft mit der Bahn. Ebenfalls einstimmig hatten sie im März den Zuschlag für das Ärztezentrum an die Werkmann GmbH & Co. KG Projektentwicklung erteilt. In einem europaweiten Verfahren hatte sich Werkmann als einziger Interessent beworben.

Zwei Jahre nach Vertragsschluss muss Bau fertig sein

Die Stadt hofft, dass dieses Zentrum die ärztliche Versorgung der Bevölkerung sichert. Es soll bis zu 17 Arztpraxen, eine Apotheke mit 24-Stunden-Dienst, die Ärztliche Notdienstzentrale sowie medizinische Dienstleister unter einem Dach vereinen.

Bei der Realisierung ist der Bauträger an enge Fristen gebunden. Spätestens drei Monate nach In-Kraft-Treten des Bebauungsplans muss er den Bauantrag einreichen. Zwei Jahre nach Vertragsschluss muss der Bau fertig sein.

Geplant sind zwei mehrstöckige Gebäude am Anfang der Unteren Marktstraße, die durch eine Brücke verbunden sind. Dadurch entsteht eine Art „Tor“ auf dem Weg von der S-Bahn-Station zum Puiseauxplatz - eine Abrundung des Stadtbildes.

Etwa 900 Quadratmeter für rund 60.000 Euro

Eine gewaltige Veränderung zeichnet sich auch im Bahnhofsumfeld ab. Der Parkplatz nordwestlich der S-Bahn-Station reicht nicht mehr aus. Dort wird wohl ein Parkhaus errichtet, neben dem das Bahnhofsgebäude klein aussieht. Die Stellplatzsatzung der Stadt Rodgau schreibt mehr als 120 Stellplätze vor. Zusätzlich müssen in das Parkhaus 44 Park+Ride-Plätze für S-Bahn-Kunden integriert werden, die durch die Überbauung wegfallen.

Nach dem jüngsten Stadtverordnetenbeschluss erwirbt die Stadt von der Deutschen Bahn einen Teil der Park+Ride-Anlage: etwa 900 Quadratmeter für rund 60.000 Euro. Stadtrat Michael Schüßler nennt das „insgesamt eine zufrieden stellende Lösung“. Statt 150 Euro pro Quadratmeter, wie ursprünglich von der Bahn gefordert, bezahlt die Stadt 67,50 Euro. Durch den Erbbauzins, den die Stadt vom Investor erwartet, soll sich der Geländekauf innerhalb von drei Jahren bezahlt machen.

Quelle: op-online.de

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