Unterschriftenaktion gestartet

Patienten stehen hinter Notdienst

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Dudenhofen - Der ärztliche Notdienst soll bleiben: Politiker aller Farbrichtungen setzen sich für den Erhalt der Notdienstzentrale in Rodgau ein. Die Kooperation, die im Rathaus die Mehrheit stellt, bietet neue Räume in der Alten Schule Dudenhofen an.

Die Freien Wähler haben zusätzlich eine Unterschriftenaktion gestartet, um die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zum Umdenken zu bewegen. Die KV Hessen will zum Jahresende vier Notdienstzentralen im Kreis Offenbach schließen. Ab 2015 sollen nur noch zwei Standorte an den Krankenhäusern in Seligenstadt und Langen übrig bleiben. Allein die Schließung in Rodgau würde 12.000 bis 15.000 Patienten betreffen.

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Die Wählervereinigung „FWG - Die Bürger“ aus dem Kreis Offenbach hat eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, um den Resolutionen des Kreistags und der betroffenen Städte Nachdruck zu verleihen. Auch die Freien Wähler (FW) Rodgau unterstützen diese Aktion, obwohl sie sich sonst von der FWG abgrenzen. Unterschriftenlisten liegen in vielen Geschäften aus. Wer selbst Unterschriften sammeln möchte, kann sich aus dem Internet eine Liste herunterladen.

„Die ortsnahe medizinische Versorgung ist unbedingt notwendig“, betont FW-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Dauth. Man könne es nicht hinnehmen, dass die KV Hessen von oben herab eine Schließung anordne. Das Vorhaben der Kassenärztlichen Vereinigung treffe besonders die Schwächeren: Menschen, die kein Auto fahren, die allein erziehend oder alt und gebrechlich sind. Sollte der ärztliche Notdienst in Dudenhofen zumachen, befürchten die Freien Wähler stundenlange Wartezeiten in Seligenstadt und Langen. Beide Standorte seien nicht dafür ausgelegt, so viele Patienten zusätzlich zu versorgen. Die KV plane also, die Versorgung der Rodgauer Bürger zu verschlechtern.

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Verständnis äußern die Freien Wähler Rodgau für die finanzielle Belastung der Ärzte durch die Notdienstzentrale. „Wir sind auch offen für Neuregelungen, die auch den Ärzten entgegen kommen“, betont Karl-Heinz Dauth. Es sei wichtig, auch in Zukunft noch ärztlichen Nachwuchs für die Praxen der Allgemeinmediziner in Rodgau zu gewinnen. Zugleich müssten die Anfahrtswege auch für ältere Menschen zumutbar bleiben; die Wartezeit auf einen Hausbesuch dürfe nicht zu lang werden. Als Alternative zu den bisherigen Räumen der Notdienstzentrale biete die Mehrheitskooperation das Erdgeschoss der Alten Schule am Bürgerhaus Dudenhofen an. Das Restgebäude solle als Haus der Vereine dienen. 

eh

Quelle: op-online.de

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