Umzug ins Alte Rathaus?

Neue Räume für den Notdienst

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Die Alte Schule in Dudenhofen: Zunächst eine Schule, später das Rathaus und zuletzt Polizeiposten.

Rodgau - Auch die Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern fordert einen Erhalt der ärztlichen Notdienstzentrale in Rodgau. Als neuen Standort schlägt das Bündnis das alte Rathaus vor. Das Bauwerk von 1908 ist durch den Umzug des Polizeipostens frei geworden.

„Wir sind der Überzeugung, dass die ärztliche Notdienstzentrale in Rodgau bleiben muss“, schreibt die Kooperation in einer Pressemitteilung. Am 27. Februar hatte unsere Zeitung berichtet, dass die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen die meisten Notdienstzentralen im Kreis Offenbach schließen will. Nur noch die ärztlichen Bereitschaftsdienste an den Krankenhäusern in Seligenstadt und Langen sollen bleiben. Nach den Fraktionen „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) und CDU hofft nun auch die Kooperation, dass sich die KV Hessen diesen Schritt noch einmal überlegt.

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Das Viererbündnis lockt die Mediziner mit neuen Räumen. Die niedergelassenen Ärzte, die die Notdienstzentrale gemeinsam betreiben, hatten wiederholt die Enge und die schwierigen hygienischen Bedingungen in der Friedberger Straße 35 beklagt. Ein Ärztesprecher berichtete unter anderem von einem Keller mit Erdanschluss. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis die Feuchtigkeit in die Wände ziehe.

Als Alternative nennt die Kooperation das alte Rathaus. Das Gebäude war 1908 zunächst als Schule erbaut worden. In den 60er und 70er Jahren diente es als Rathaus, danach als Polizeiposten. Seit dem Umzug der Polizei vor zwölf Tagen ist das Haus leer. Bisher war das denkmalgeschützte Bauwerk als Haus der Vereine vorgesehen. Daran will die Rathausmehrheit auch nicht rütteln. .„Wir könnten uns eine gemeinsame Nutzung von Vereinen und Notdienstzentrale vorstellen. Das Haus ist groß genug, um im Erdgeschoss die Zentrale unterzubringen und im ersten Stock ein Haus der Vereine entstehen zu lassen. Viele ortsansässige Vereine verfügen ja bereits über eigene oder günstig angemietete Räumlichkeiten und haben deshalb gar kein Interesse an einem Einzug ins Rathaus“, mutmaßt die Kooperation.

Für die Interessengemeinschaft der Ortsvereine Dudenhofen kommt der Vorschlag nicht überraschend, wie Vorsitzender Wolfgang Linke sagt. Für den bisher angemeldeten Raumbedarf benötigten die Vereine vielleicht nur einen Teil des Hauses. Linke möchte jedoch abwarten, bis die Hauptversammlung der Interessengemeinschaft am 2. April darüber beraten hat.

Quelle: op-online.de

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