Mann fordert 20 Euro an Haustür

Aggressive Bettler in Hainhausen

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Hainhausen - Bettler an der Haustür werden in jüngster Zeit verstärkt in Hainhausen beobachtet. „In den letzten sechs Wochen haben sie drei Mal bei uns geklingelt“, berichtet eine Bürgerin aus dem Wohngebiet westlich der S-Bahn.

Sie vermutet, dass die Bettler von organisierten Banden vorgeschickt werden: „Alle sprechen gebrochen Deutsch und haben einen Zettel in der Hand. “ Erst waren es zwei Frauen, dann ein junger Mann in Marken-Sportkleidung und am Montag zwei Männer. Die Frauen hatten angeblich einen leukämiekranken Sohn und litten an Hunger. Die beiden Männer wollten Geld für ein Flug- oder Zugticket. Besonders aggressiv haben sich die Männer am Montag verhalten, wie die Augenzeugin berichtet. Einer der Bettler habe sogar einen Fuß in den Türspalt gestellt, als eine ältere Frau ihm die Wohnungstür vor der Nase zumachen wollte. Der Begleiter habe von der Nachbarin 20 Euro gefordert. „Wir hatten schon ziemlich Angst“, berichtet die Tochter der älteren Dame: „Meine Mutter wollte die Tür zumachen und plötzlich stand er in der Wohnung.“

„Den Fuß in die Tür stellen, das geht gar nicht“, kommentiert Rudi Neu von der Pressestelle der Polizei in Offenbach. Das könne bereits Nötigung oder Hausfriedensbruch sein. Am besten sei es, die Tür erst zu öffnen, wenn man sicher sei, wer davor steht. So könne man auch vermeiden, einem Trickbetrüger zum Opfer zu fallen. Vor der Polizei wiesen sich die beiden Männer am Montag als rumänisches Brüderpaar aus, das in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat.

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Die beiden wohnen nach eigenen Angaben unter einer Brücke in Hanau und wollten Kleingeld für die Zugfahrkarte. Die Polizisten notierten ihre Personalien, sprachen einen Platzverweis für Rodgau aus und begleiteten das Duo zum Bahnhof.  

eh

Quelle: op-online.de

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