Mit agotrans kommen 100 Mitarbeiter

Spedition bündelt ihre Kräfte

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Letzte Pflasterarbeiten an den Parkplätzen auf dem weitläufigen Außengelände.

Nieder-Roden - Noch wird am Neubau der agotrans Logistik GmbH gearbeitet. Aber schon ab dem 16. Mai ziehen die 100 Mitarbeiter von Dietzenbach ins Industriegebiet Nieder-Roden Süd an die Behringstraße gegenüber Pepsi.

„Das wird für uns eine große Verbesserung“, freut sich Geschäftsführer Roland Wernig auf neuen Schwung in neuen Räumen. Das 1972 in Frankfurt gegründete Unternehmen bündelt seine Kräfte. In Dietzenbach war die Firma zuletzt auf fünf Standorte verteilt. Damit ist in gut zwei Wochen Schluss. Bei der Standortsuche war entscheidend, dass agotrans in Nieder-Roden rund um die Uhr arbeiten kann. Interessant war auch das neue Gewerbegebiet D 27 an der Straße nach Seligenstadt. „Das kommt aber leider ein Jahr zu spät“, bedauert Wernig.

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Baustelle im Gewerbegebiet

13.500 Quadratmeter Hallenfläche (etwa zwei Fußballfelder) stehen in Nieder-Roden künftig als Lager und Umschlagplatz zur Verfügung. Hinzu kommen 1500 Quadratmeter für Büros, Sozialräume und mehr. Die Lkw werden an 35 Toren be- und entladen: macht 250 Lkw-Bewegungen am Tag. Herzstück des Neubaus ist ein Hochregallager, in dem sich das Ladegut bis zu neun Meter türmt. Das reicht locker für 5000 Paletten. Am 5. Mai kommen die Regalbauer und legen los. Die gesamte Halle, unterteilt in Lager- und Umschlagfläche, ist videoüberwacht. Die Halle besteht aus einen Stahltragwerk, Stahlbetonfertigteilen und einer innen gedämmten Kassettenfassade mit einer Verkleidung aus Trapezblechen.

Ein Sahnestück wird die elektronische Waage. Sie wiegt die Packstücke (Paletten, Kartons ...) und macht dann von jedem Packstück auch gleich ein Foto. „Dadurch können wir die tatsächlichen Gewichte und Abmessungen genau dokumentieren“, erläutert Wernig.

Der Logistiker baut nicht selbst, sondern mietet sich in das vom Grundstücksbesitzer gebaute Projekt ein. Der Privatspediteur agiert national und international. Das Unternehmen stützt sich dabei ausschließlich auf Subunternehmer. Ein wichtiges Standbein beim Warenumschlag ist die Mitgliedschaft im Verbund „Online Systemlogistik“ aus 75 mittelständischen und inhabergeführten Spediteuren aus Deutschland und weiteren europäischen Staaten. Hier ist agotrans einer von vier Gesellschaftern. Diese Kooperation bietet immerhin 5 600 Mitarbeiter, 1 250 Lkws, 250 000 Quadratmeter Umschlagfläche und 750 000 Quadratmeter Lager an. „Ohne Zusammenschluss kann man heute nicht mehr überleben. Der Preiskampf ist extrem“, beschreibt Wernig die Situation in seinem harten Gewerbe. Die Erweiterung der EU verschärfe diesen Wettbewerb zusehends. „Das Verhältnis aus Aufwand, Kosten und Erlös stimmt nicht mehr.“

Arbeiten am Neubau

Arbeiten am Neubau einer Spedition

Vom neuen Standort in Rodgau verspricht sich agotrans unter anderem noch effektivere Arbeitsabläufe. „Allein schon, weil das Gebäude für uns maßgeschneidert wurde.“

bp

Quelle: op-online.de

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