Aktion „500 Bäume für Rodgau“

Baumsegen für Parks und Straßen

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Die Kornelkirsche an der Einhardstraße (Foto) ist Teil der groß angelegten Pflanzaktion. Damit die Straßenbäume eine Chance haben, brauchen sie eine Pflanzgrube von mindestens zwölf Kubikmetern sowie Belüftungs- und Bewässerungsrohre, damit sich die Wurzeln gut entwickeln.

Rodgau - Mehr Grün für Rodgau: Mitarbeiter des Gartenbaubetriebs Stenger haben im Zuge der Aktion „500 Bäume für Rodgau“ an Straßen und in Grünanlagen mit den Anpflanzungen begonnen.

Die ersten Bäume aus dem Projekt „500 Bäume für Rodgau“ sind gepflanzt. Sie kommen aus Norddeutschland und werden sich hoffentlich auch in Rodgau zuhause und wohl fühlen. Dazu brauchen sie ein wenig Unterstützung, die schon bei der Aufbereitung des Pflanzloches beginnt. Denn Bäume an Straßen und Gehwegen, wie etwa an der Merianstraße in Dudenhofen, erfordern einen größeren Aufwand als in Parks. Klar: Sie sind ja auch mehr Stress ausgesetzt. Etwa durch den Autoverkehr.

Rund zwölf Kubikmeter Platz will ein Baum sein Eigen nennen, „schmecken“ soll die Erde, und der Durst muss mit etwa 100 Litern Wasser alle paar Wochen gestillt werden. Die Bäume wurden nach den aktuellen Erkenntnissen in Bezug auf ihre Eignung als Stadtbaum ausgesucht. Sie bohren ihre Wurzeln in ein besonderes Substrat, das aus der Region stammt und ein hohes Wasserspeichervolumen hat.

Die Bäume bekommen zudem stützende Pfähle zur Seite gestellt, die beispielsweise bei starkem Wind Halt geben. Überdies erhalten die Stämme einen weißen Anstrich, der bis unter die Baumkrone reicht. Er schützt die Neulinge bei starker Sonneneinstrahlung vor dem Verdunsten von Wasser über die Rinde und ist sozusagen eine Art Sonnencreme gegen Sonnenbrand.

Im Zuge dieses umfangreichen, für Rodgau noch nie dagewesenen Baumpflanzungsprojektes, verpflichtet die Stadt die Firmen, die Bäume pflanzen, auch zur pfleglichen Nachsorge. Über drei Jahre kümmern sie sich um den grünen Nachwuchs und helfen ihm beim Wachsen und Gedeihen.

Bilder: Frühlingsfest in Rodgau

Insgesamt werden in diesem Jahr die ersten 200 Bäume aus dem Projekt gepflanzt. In den nächsten drei Jahren werden weitere 300 Bäume folgen. In der Claus-von-Stauffenberg Straße stehen jetzt 19 Silber Mehlbeeren. Sie sind etwa zwölf Jahre alt und passen mit ihrem Standort deshalb wunderbar zwischen städtische Kita und Oberstufe.

Als kleinen Beitrag zum Klimaschutz lässt die Stadt alles in allem 500 Bäume innerhalb von fünf Jahren pflanzen. Allein im vergangenen Jahr standen dafür 390 000 Euro bereit. Eigentlich sollte die Pflanzaktion bereits 2017 beginnen. Es dauerte aber bis zum Herbst, bis die Standorte für die ersten 175 Bäume untersucht und festgelegt waren. Die Pflanzstellen konzentrieren sich auf Dudenhofen und Nieder-Roden sowie den Oberbornwiesenweg an der Rodau in Weiskirchen. (bp/eh)

Quelle: op-online.de

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