Alois Schwab will‘s nochmal wissen

Alois Schwab will am 27. September wieder zum Bürgermeister gewählt werden.Foto: Pelka

Jügesheim (bp) - Etwa 120 Anhänger von Alois Schwab haben bei einer öffentlichen Mitgliederversammlung des Schwab-Unterstützervereins „Zusammen mit Bürgern“ in der Halle der TGM SV den Wahlkampfauftakt des parteilosen Bürgermeisters verfolgt und Schwab zeitweise mit rhythmischem Klatschen gefeiert.

Er tritt am 27. September gegen Anette Schweikart-Paul (CDU ) und Jürgen Hoffmann (SPD) um eine Wiederwahl an. Der Kandidat selbst stellte sachlich sein Programm vor. Ein anderer Redner lamentierte, die Berichte und Kommentare der lokalen Presse über Schwab seien einseitig negativ und beeinflusst. Dessen Widersacher in der örtlichen Politik wurden als „Polit-Mafia“ beschimpft.

Vorstandsmitglied Wolfgang Löbig hatte zuvor in Vertretung des erkrankten Vereinsvorsitzenden Fred Neuhäusel die Gäste in der vollen Halle begrüßt und gelobt, Schwab lasse sich „nicht vor den Parteikarren spannen“. Ähnlich hörte sich das bei Hermann Jäger, dem Vorsitzenden der CSG-Fraktion im Stadtparlament, an. In Rodgau verfolge „eine Handvoll Leute brutal und eigennützig“ihre Ziele. Schwab habe die „Postenjägerei“ nicht mitgemacht. Die örtliche „Polit-Mafia“agiere „frech, niederträchtig und unanständig“ gegen den Bürgermeister. Dabei sei dessen Bilanz hervorragend: S-Bahn-Bau geleitet, Schulen erweitert, zehn Millionen in den Straßen- und Radwegebau investiert, Rodau renaturiert, mitgewirkt bei der Übertragung des TSV-Sportplatzes, der Vernetzung der Büchereien, Verwaltung neu strukturiert.

Der Kandidat sagte, die persönlichen Anfeindungen ertrage er, denn ein Teil seines Gehalts sei auch „Schmerzensgeld“. Er wolle „Bürgermeister aus Leidenschaft“ bleiben, „ansprechbar für jeden“. Als Ziele formulierte Schwab:

Das Ehrenamt in Kultur, Jugend, Familie, Vereinen und Senioren stärken. Besondere Bedeutung komme den Freiwilligen Feuerwehren zu. Der Neubau zweier Stützpunkte (Nieder-Roden, Hainhausen) genieße Priorität.

Die Betreuungsangebote für Senioren stärken, damit diese so lange wie nur irgend möglich in ihrer vertrauten Umgebung wohnen können.

An der familienfreundlichen „Zukunftsstadt Rodgau“ bauen, die Wohnen, Leben und Arbeit an einem Ort ermöglicht. Die Entwicklungsfläche zwischen Jügesheim und Hainhausen biete sich hierfür geradezu an. Dort könnten bezahlbare Wohnungen und Häuser für junge Familien sowie Einkaufsmöglichkeiten im Nahbereich entstehen.

Um mehr Firmen von den Vorzügen der Stadt überzeugen zu können und damit Arbeitsplätze und Finanzkraft in die Kommune zu holen, forderte der Kandidat ein „qualifiziertes Stadtmarketing“ und ausreichend Personal für die Wirtschaftsförderung.

Ausbau des Rad- und Fußwegenetzes, Naherholungsräume verbessern.

Überdies warb der Verwaltungschef für die Einrichtung von Fahrdiensten zu Ärzten und Krankenhäusern sowie für subventionierte Busfahrten.

Quelle: op-online.de

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