„Altersarmut muss verhindert werden“

Nieder-Roden (bp) - Die Deutsche Rentenversicherung glaubt sich gut aufgestellt. Dies ist das Fazit der letzten öffentlichen Sitzung in der zu Ende gehenden Wahlperiode im Hotel Best Western. Die Versammlung befasste sich auch mit der Jahresrechnung 2010.

Mit deren Abnahme entlastete sie den Vorstand und den Geschäftsführer für das vergangene Geschäftsjahr, dessen Haushaltsvolumen rund 6,7 Milliarden Euro betrug.

Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Kaiser (SPD) begrüßte die Gäste und stellte Rodgau kurz vor. Kaiser ging auch auf den demografischen Wandel und die damit einhergehenden Veränderungen für die Rente ein. Trotz aller Krisen habe die Deutsche Rentenversicherung ihre Leistungsfähigkeit „immer unter Beweis gestellt“. Der Stadtverordnetenvorsteher sprach überdies die diskutierte Senkung des Beitragssatzes der Rentenversicherung an und warnte: „Auch wenn wir alle gerne weniger Sozialabgaben zahlen möchten, muss Altersarmut unbedingt verhindert werden“. Einer Reform bedürfe überdies die Kasse für Reha-Maßnahmen. „Wer will, dass die Versicherten länger im Arbeitsprozess bleiben, muss hierfür auch Mittel für eine ausreichende Rehabilitationsleistung zur Verfügung stellen.“

Der Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Werner Scherer, berichtete über die Arbeit der Deutschen Rentenversicherung Hessen in der Wahlperiode 2005 bis 2011. „Die Deutsche Rentenversicherung Hessen kann auf sechs erfolgreiche Jahre zurückblicken. In allen wesentlichen Bereichen sind wir gut aufgestellt. Dies gilt sowohl für unsere Kernaufgaben im Bereich Versicherung, Rehabilitation und Rente, sowie die Betriebsprüfungen, aber auch für unsere fünf eigenen Rehabilitationskliniken“, so Scherer. Er erwähnte den positiven Belegungstrend bei den Kliniken und machte anhand ihrer Zertifizierungen deutlich, dass die Deutsche Rentenversicherung Hessen großen Wert auf die Qualität der erbrachten Leistungen lege.

Der Geschäftsführer des hessischen Rentenversicherungsträgers, Karlheinz Reichert, zog ein positives Resümee der Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Rentenversicherung habe die ihr gestellten Aufgaben bewältigt. Das Netz aus Beratungsstellennetz sei neu geordnet und die gesetzlich vorgegebenen Einsparvorgaben seien erfüllt worden.

Mit Ablauf der Amtszeit Ende Oktober scheiden zahlreiche verdiente Mitglieder aus den Selbstverwaltungsgremien aus Sie wurden in Rodgau geehrt und offiziell verabschiedet. Das Parlament der Deutschen Rentenversicherung Hessen konstituiert sich am 28. Oktober 2011 neu.

Die Deutsche Rentenversicherung Hessen mit Hauptsitz in Frankfurt betreut insgesamt rund 1,8 Millionen Versicherte und zahlt rund 750.000 Renten aus.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de / Gaby Stein

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