Handballer brauchen jetzt ein starkes Publikum

Applaus für den Hallenumbau in Nieder-Roden

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Diese neue Sitztribüne löst die bisherige Sitzkonstruktion ab. Sie war gut 40 Jahre alt.

Nieder-Roden - Guten Handball spielen die Aktiven der HSG seit Jahren. Jetzt ist bei Heimspielen auch das Umfeld ligatauglich.

Mit Erweiterung der städtischen Sporthalle an der Wiesbadener Straße wuchsen die Funktionsräume um 200 Quadratmeter, eine neue Tribüne nimmt viel mehr Zuschauer auf als bisher. Gefachsimpelt wird in den Halbzeitpausen künftig in der „Brass-Lounge“, die Getränke dazu kommen aus der „Piratenbar“. Den gelungenen Umbau feierten mehrere Hundert Fans, Sportler, Offizielle und Aktive in der Halle. Paukenschlag zur Einweihungsfeier: Ein kräftiges Gewitter begleitete die Wiedereröffnung der neu gestalteten Sporthalle Nieder-Roden. Viele Gäste der Handballspielgemeinschaft Nieder-Roden (HSG) erreichten die schützenden Zuschauerräume trotz eines Spurts vom Parkplatz deshalb nur durchnässt.

Unmissverständlich warb die HSG bei der Eröffnungsfeier dafür, dass sie noch viele Spenden braucht, um den hohen Eigenanteil am Hallenprojekt stemmen zu können.

Das tat der guten Stimmung freilich keinen Abbruch. Kein Wunder: Nach nur knapp vier Monaten Bauzeit konnten Fans, Mannschaftsspieler, Offizielle und Ehrengäste ein ausgezeichnetes Ergebnis feiern. In den Toiletten hingen zwar noch keine Spiegel und es fehlten einige Türen. Aber im Großen und Ganzen war der Umbau fertiggestellt. Moderiert von Vorstandsmitglied Matthias Kohlstrung, hörten die Zuschauer auf der voll besetzten Tribüne von Stationen des Umbaus, erfuhren Details zum Finanzierungsmodell und lernten in Vorstellungsrunden die neuen Mannschaften und Betreuungsteams kennen.

Hausherr und Bürgermeister Jürgen Hoffmann machte sich einen Spaß daraus, die Fans auf den neuen Sitzplätzen zum Applaustraining im Stehen zu animieren. Den Standfestigkeitstest bestand die Tribüne mit Bravour. Hoffmann erläuterte – wie später auch Landrat Oliver Quilling und der Landtagsvizepräsident Frank Lortz – weshalb die Arbeiten in der Genehmigungsphase ins Stocken geraten waren. Schließlich gelte es, bei einem solchen Projekt viele Brandschutzauflagen zu erfüllen. Auch hätten mehrere Behörden auf Stadt-, Kreis- und Landesebene zusammenarbeiten müssen. Das dauere dann eben ein bisschen. „Außerdem sind wir in Deutschland. Da wird alles sehr genau gemacht. Dafür fallen unsere Hallen dann auch nicht zusammen“, warb Lortz um Verständnis.

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Die Offiziellen des Abends, unter ihnen auch Sport- und Kulturdezernent Winno Sahm, dienten als Paten der aktuellen Mannschaftsteile, die sich dem Publikum gemeinsam mit ihren Paten persönlich präsentierten. Hoffmann und Lortz betonten, dass das ehrgeizige Projekt nur habe gelingen können, weil so viele Beteiligte gemeinsam an einem Strang gezogen hätten. Diese Solidarität forderten Lortz und Vorstandsmitglied Reinhard Pietschmann im Verlauf der Feier dann auch von den Mitgliedern ein. Immerhin muss der Verein einen Eigenanteil von 118.000 Euro stemmen. Deshalb müsse jeder mitziehen bei der Bausteinaktion.

  • Kontakt: Reinhard Pietschmann, 0171/8607524.

Spendenschecks hatte es zuvor von der Sparkasse Langen-Seligenstadt, zusätzlich von deren Verwaltungsrat 2000 Euro und von Frank Lortz persönlich (500 Euro) gegeben. „Machen Sie dieses großartige Ereignis zu einem dauerhaften Erfolg“, ermunterte Lortz die Gäste unter rhythmischem Beifall. „Wenn jeder ein bisschen was gibt, dann klappt’s.“ (bp)

Quelle: op-online.de

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