Arzneipackung genau anschauen

Weiskirchen - (eh) Wer in der Apotheke ein Rezept einlöst, sollte sich die Arzneipackung genau anschauen, die ihm ausgehändigt wird. Das rät unser Leser Klaus Peters aus Weiskirchen allen Patienten.

Er selbst hatte kürzlich in der Apotheke St. Peter ein Thrombose-Medikament in einer anderen Stärke erhalten als der Arzt verordnet hatte. Eine ärgerliche Verwechslung, wie Apotheker Klaus Martin Sahm im Gespräch mit unserer Zeitung einräumt: „Wir werden das zum Anlass nehmen, alle Abläufe zu überprüfen, damit so etwas nie wieder vorkommt.“ Solche Fälle seien extrem selten, so Sahm: „Ich kann mich an keinen Fall erinnern, dass wir ein Medikament aus Leichtsinn oder aus Unachtsamkeit vertauscht hätten.“

Bei den Thrombosespritzen seien mehrere unglückliche Umstände zusammengekommen, erklärt Sahm. Dieses Präparat werde selten gefragt: „Wir haben es in diesem Jahr erst 13 Mal bestellt.“ Ausgerechnet an diesem Tag seien die Spritzen aber für zwei verschiedene Patienten bestellt worden. Beim Griff ins Abholfach habe der Mitarbeiter die falsche Packung erwischt. Ein weiterer ungünstiger Umstand: Der Kunde habe seine Abholnummer nicht vorgelegt.

„Wir gleichen viel mehr Fehler aus als, dass wir  selbst welche verursachen.“

Ich glaube, dass wir viel mehr Fehler ausgleichen, die bei den Verordnungen passieren, als dass wir selbst Fehler verursachen“, sagt Klaus Martin Sahm: „Wir versuchen mit den Patienten zu sprechen, um zu erfahren, wie und wie oft sie das Medikament einnehmen müssen.“ Mal sei die Dosierung nicht in Ordnung, mal stimmten die Einnahmevorschriften nicht mit der Empfehlung überein. In solchen Fällen aufzuklären, sei eben die Aufgabe eines Apothekers. Ständige Fortbildung sei ein Muss, um der hohen Verantwortung gerecht zu werden.

Heute könnte dieser Vorfall nicht mehr passieren“, ist Sahm überzeugt. Beim Umbau der Apotheke seien die früheren langen Schubladen durch ein EDV-gesteuertes Lager ersetzt worden: „Jetzt geben wir den Namen und das Medikament in den Computer ein und bekommen das Medikament vom Automaten präsentiert.“ Bis zur Ausgabe an den Kunden seien insgesamt vier Kontrollschritte vorgeschrieben.

Quelle: op-online.de

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