Verband Offenbach-Land

AfD nun auch im Kreis

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Robert Rankl, Vorsitzender des AfD-Kreisverbands.

Rodgau - Die Alternative für Deutschland (AfD) stellt sich immer breiter auf. Nun hat die neue politische Kraft auch im Landkreis Offenbach Tritt gefasst und einen Kreisverband gegründet. Von Harald H. Richter

Zur Konstituierung kamen über 40 Parteimitglieder nach Niederroden, wo sie zunächst die Satzung berieten und diese einstimmig verabschiedeten. Den Schwerpunkt der Gründungsversammlung nahmen jedoch die Wahl eines Vorstands und die Bestimmung von Delegierten für die anstehenden Parteitage auf Landes- bzw. Bundesebene ein.

Zum Chef des Kreisverbandes Offenbach-Land wurde der Betriebswirt und Unternehmensberater Robert Rankl aus Jügesheim gewählt. Dem ehemaligen Liberalen steht der 65-jährige Versicherungskaufmann Hans-Joachim Klöpfel aus Offenbach-Bieber als Stellvertreter zur Seite. Matthias Winter (Jügesheim) wurde zum Schatzmeister gewählt. Auch er war früher für die FDP politisch aktiv. Unter den fünf gewählten Beisitzern befinden sich auch eine Engländerin und ein gebürtiger Pole.

Ziel des Kreisverbandes ist es, eine schlagkräftige Organisationsstruktur für den kommenden Bundes- und Landtagswahlkampf zu entwickeln und den Wählern einen Gegenvorschlag für die vermeintlich alternativlose Politik der Altparteien zu bieten, bekräftigte der Kreisvorsitzende den Anspruch seiner Partei.

„Deutschland treibt wie die Titanic gegen einen Eisberg, mit dem Unterschied, dass wir die Katastrophe kommen sehen, die Altparteien aber so tun, als wäre nichts“, sagte Rankl. Nach seiner Einschätzung stiftet der Euro „Unfrieden und Chaos“ in Europa. Deswegen müssten in der Währungspolitik neue Wege beschritten werden. Dazu gehöre, dass die überschuldeten Südländer wieder Spielraum bekämen und dort breiten Bevölkerungsschichten eine gesicherte Zukunftsperspektive eröffnet werde.

Neben der Neuausrichtung der Euro-Währungspolitik hat die AfD weitere Aufgabenschwerpunkte markiert. So tritt sie für die Einführung eines bundeseinheitlichen Schulsystems auf hohem Niveau ein, welches die nach ihrer Überzeugung 16 unzulänglichen Länderschulsysteme ersetzen soll. Außerdem drängt sie auf die von den anderen Parteien seit Jahren versprochene, bisher aber nicht umgesetzte Einführung eines einfacheren und gerechteren Steuerrechts.

Die AfD zielt im Wesentlichen auf das Nichtwählerpotenzial ab, das etwa ein Drittel der wahlberechtigten Bevölkerung im Bund wie in den Ländern ausmacht.

Quelle: op-online.de

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