Spielende Kinder am Wochenende aus der Wilhelm-Busch-Schule ausgesperrt / Elternbeirat strebt einen Kompromiss an

Aufregung um eingezäunten Schulhof

Jügesheim - (eh) Ein weißer Gitterzaun ist derzeit Gesprächsthema Nummer 1 in der Wilhelm-Busch-Schule. Das Schulgelände, seit Jahren ein beliebter Spielplatz für die Kinder aus dem Wohngebiet „J 26“, darf jetzt nur noch werktags betreten werden.

Nachts und an den Wochenenden sind die Tore zugesperrt. „Ich kann da gar nichts machen, wir haben das nicht beantragt“: Schulleiterin Angelika Stelzer-Dasbach hat ihre liebe Not, die vielen Fragen der Schulkinder und der Eltern zu beantworten. Freiraum und Bewegung für spielende Kinder findet sie wichtig. Andererseits kann sie dem Zaun auch positive Seiten abgewinnen: „Gerade kleine Kinder rennen am Drängelgitter nicht mehr so schnell raus.“

Die Firma Hochtief PPP Schulpartner lässt alle Schulen im östlichen Kreisgebiet einzäunen. Der Kreis Offenbach will das so. Begründung: An eingezäunten Schulen gebe es weniger Schäden durch Vandalismus. Als Beleg werden Statistiken angeführt.

Die Schulelternbeiratsvorsitzende Kerstin Kötter ist da skeptisch: „Wer will, kommt überall rein.“ Für das Argument der Sicherheit hat sie durchaus Verständnis. Dennoch bräuchten die Kinder auch genügend Raum, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Der Schulhof sei dafür ideal: „Die Eltern sind traurig und verwundert, dass das Schulgelände am Wochenende geschlossen ist. Es ist schade, dass eine relativ große und sichere Freifläche zum Hockeyspielen, Radfahren und Ballspielen nicht mehr nutzbar ist.“ Kerstin Kötter will nun mit dem Kreis Offenbach Kontakt aufnehmen, um gemeinsam einen Kompromiss zu suchen: „Vielleicht kann man eine Einigung erzielen, wenn es zum Beispiel einen Anwohner gäbe, der am Wochenende das Tor auf- und zuschließt.“ Bereits jetzt gibt es einen geregelten Schließdienst - abends nach dem Training der Sportvereine.

Quelle: op-online.de

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