Ausgezeichnete Pflege und Hilfe

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Sie freuen sich über die Auszeichnung (von links) Waltraud Knispel-Schmid (Pflegedienstleitung), Stefan Jaud (Geschäftsführer), Renate Koser (stellvertretende Pflegedienstleitung und Qualitätsbeauftragte).

Rodgau ‐ Der Bundesverband ambulante Dienste und stationäre Einrichtungen aus Essen hat die Sozialstation Rodgau für ein Jahr mit einem Gütesiegel ausgezeichnet und ihr die Gesamtnote 1,68 gegeben. Das Siegel bescheinigt der ambulanten Pflegeeinrichtung bestmögliche Hilfe. Von Bernhard Pelka

Besonders erfreulich: Die Rodgauer Patienten bewerteten Eigenschaften der Sozialstation-Mitarbeiter, wie Respekt und Höflichkeit ihnen gegenüber, gründliche und gewissenhafte Pflege - auch zeitlich flexibel gestaltbar - insgesamt positiv und mit Bestnote Eins! Vermisst wurde lediglich eine Sprechstunde für Patienten und Angehörige am Wochenende, die jetzt eingerichtet wird.

Damit bestätigt eine unabhängige Stelle unserem Pflegedienst, dass wir in den Augen unserer Kunden die Erwartungen an Qualität von Leistungen, Service und Beratung erfüllen“, freut sich Geschäftsführer Stefan Jaud. Für das gesamte Team sei dies nicht nur ein großes Lob für die bisherige Arbeit, sondern zugleich auch Ansporn für weiteres Engagement.

60 Prozent der Rodgauer Patienten bei Befragung dabei

Die seit 2004 bestehende Sozialstation mit 30 Mitarbeitern ermittelte die Zufriedenheit bei ihren Kunden mit Fragebögen des Bundesverbands. Mindestens 25 Prozent von ihnen hätten diese für das Gütesiegel vollständig ausfüllen müssen. Erstaunlich hoch fiel die Anzahl der beantworteten Bögen aus: Fast 60 Prozent der Rodgauer Patienten nahmen an der Befragung teil. Die Antworten wurden anschließend anonym von einem externen Fachgremium ausgewertet. Die Auszeichnung wird nur für ein Jahr vergeben und auch nur dann, wenn eine Pflegeeinrichtung von ihren Kunden mit der Durchschnittsnote „sehr gut“ oder „gut“ bewertet wurde. Pflegedienstleiterin Waltraud Knispel-Schmid: „Wir gehen über das hinaus, was der Gesetzgeber künftig ohnehin von allen Pflegeeinrichtungen verlangt.“ Nach der jüngsten Reform der Pflegeversicherung müssen sich alle Pflegeeinrichtungen jährlich vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) prüfen lassen und dessen Gesamtnote veröffentlichen. Gemessen werden pflegerische Leistungen, ärztlich verordnete pflegerische Leistungen sowie Dienstleistungen und Organisation. Es gibt auch eine Note für die „Befragung der Kunden“, die jeweils aus ungefähr zehn Prozent aller Patienten der Pflegeeinrichtungen ermittelt wird.

Testnote fließt in Internet-Vergleich ein

Der Aspekt der Kundenzufriedenheit fließt bei diesem so genannten Transparenzverfahren nicht in die Gesamtnote ein. Er wird separat erhoben“, erklärt Renate Koser, Qualitätsbeauftragte der Sozialstation.

Bürger, die eine passende Pflegeeinrichtung suchen, finden die vom MDK vergebene Gesamtnote demnächst auf den Internetseiten der Pflegekassen, zum Beispiel im Pflegenavigator auf der Seite der AOK. Auch in Pflegediensten und Heimen muss dann die Gesamtnote von Qualitätsprüfungen des MDK gut sichtbar ausgehängt werden.

Da viele ältere Bürger keinen Internetanschluss haben, halte ich es für sehr wichtig, dass die Bewertung des MDK auch in den Pflegeeinrichtungen selbst aushängt“, so Koser. „Qualität soll schließlich für alle transparent sein, nicht nur für die Jüngeren.“

Quelle: op-online.de

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