Autohaus Brass unterstützt „JOBfit“

Hilfe beim Start in den Beruf

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Brass-Geschäftsführer Artan Statovci (Dritter von rechts) überreichte dem neuen Lehrling seinen Anstellungsvertrag. Landrat Oliver Quilling ließ es sich derweil nicht nehmen, am Steuer des Renn-Audi Platz zu nehmen. Von rechts: Andreas Erfurt (Brass), Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel, Artan Statovci, Evanggelos Bellos, der Jügesheimer Brass-Betriebsleiter Andreas Stettner, Marcel Subtil (Leiter Förderung des Ehrenamts, Sport und Kultur beim Kreis Offenbach) und Erwin Kneißl (TGM SV).

Rodgau - Sportvereine, die Wirtschaft und der Kreis Offenbach arbeiten Hand in Hand, um jungen Menschen Lehrstellen zu verschaffen. „JOBfit“ heißt das Gemeinschaftsprojekt, von dem schon 649 Jugendliche profitiert haben. Zu ihnen gehört jetzt Evanggelos Bellos. Von Bernhard Pelka 

Der 22-Jährige hat beim Autohaus Brass in Jügesheim eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik begonnen. Das wurde gestern im Autohaus an der Gutenbergstraße mit großem Bahnhof öffentlich gewürdigt. Geschäftsführer Artan Statovci begrüßte unter anderem Landrat Oliver Quilling, den Sportkreisvorsitzenden Peter Dinkel sowie Erwin Kneißl und Uwe Kuhn von TGM SV Jügesheim. „Wir verdienen hier nicht nur Geld, sondern wir fühlen uns auch der Gesellschaft, der Jugend und den Vereinen verpflichtet“, begründete Statovci das Engagement der Brass-Gruppe. Der Geschäftsführer machte deutlich, dass ein großes Team Bellos willkommen heißt. Immerhin beschäftigt die Brass-Gruppe in 28 Betrieben von Gießen bis Lohr rund 1 000 Mitarbeiter.

Im Mittelpunkt des Interesses stand jedoch Evanggelos Bellos. Der 22-jährige hat es dank des „JOBfit“-Projektes geschafft, einen Ausbildungsplatz beim Autohaus Brass in Jügesheim zu bekommen. Vermittelt hat den Mittelstürmer der TGM SV Jügesheim (bisher drei Tore in dieser Saison) der Mentor und Ehrenvorsitzende Erwin Kneißl. Kontaktmann bei Brass war Andreas Erfurt, Leiter Teile und Zubehör für gleich mehrere Betriebe.

„Ich gehe lieber ins Arbeitsleben“

Kneißls Part endet nicht bei der Vermittlung in einen Ausbildungsplatz, sondern er ist auch Pate der Jugendlichen und damit Ansprechpartner für die Arbeitgeber, wenn die Lehre längst begonnen hat. Sowohl Evanggelos Bellos als auch sein Ausbildungsbetrieb sind sehr zufrieden mit der aktuellen Entwicklung. Der 22-Jährige Offenbacher studierte nach dem Abitur an der Theodor-Heuss-Schule (Offenbach) zunächst kurz Soziologie und Sportwissenschaften. Nach sechs Monaten aber merkte er: „Uni ist nichts für mich. Ich gehe lieber ins Arbeitsleben.“ Das hat bei Brass inzwischen begonnen. Nach zweieinhalb Jahren wird die Lehre beendet sein.

Statovci und Erfurt kündigten an, dass bei Brass weitere Lehrstellen möglich seien. Zum Beispiel am Standort Dietzenbach. „Dort wollen wir im technischen Bereich sechs junge Leute einstellen.“ Landrat Oliver Quilling dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Evanggelos Bellos sei „ein gutes Beispiel dafür, dass „JOBfit“ funktioniert“. Allein in den zurückliegenden sechs Monaten seien 66 junge Menschen in Ausbildung vermittelt worden. „Dazu gehören ja nicht nur die Vermittlung, sondern auch Bewerbungstraining und ein allgemeines Coaching“, erläuterte der Landrat. Er dankte Brass, TGM SV Jügesheim und dem Sportkreis, „der seit dem Beginn 2006/2007 mit im Boot sitzt“.

Diesen Ball fing der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel gern auf. Die aus Dänemark stammende Idee habe sich inzwischen etabliert. Der Sport sei mithin „nicht nur ein Integrationsträger, sondern auch Vermittler in den Beruf.“ Ausdrücklich danke Dinkel Marcel Subtil, der als Mitarbeiter des Kreises Offenbach dem Projekt zuletzt noch einmal neuen Schwung verliehen habe.

Erwin Kneißl hob als Projektpate hervor, dass die Firmen besonderen Wert auf die Betreuung der Jugendlichen durch Helfer aus den Vereinen legen. „Das A und O ist die Begleitung während der gesamten Lehrzeit.“ Begonnen bei Sport Berger in Jügesheim, begleite das Projekt „JOBfit“ derzeit 30 junge Leute in Rodgau. „Mit „JOBfit-Interaktiv“ geben wir jungen Menschen eine Chance, auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, lobte Landrat Oliver Quilling das Vorhaben. „Die Mentoren nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Sie halten nicht nur Kontakt zu den Jugendlichen, sondern auch zu den Sponsoren, Firmen und Kooperationspartnern.“

bp

Quelle: op-online.de

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