Alteste Kinderfasching in Rodgau ist Vergangenheit

Baby-Beat lohnt sich für SOS-Kreis nicht mehr

Nieder-Roden - Der Kinderfasching „Baby-Beat“ findet im nächsten Jahr nicht mehr statt. Der SOS-Helferkreis begründet die Absage mit steigenden Kosten und sinkenden Erträgen.

Seit Jahren werde es schwerer, damit eine Spende für die Arbeit der SOS-Kinderdörfer zu erwirtschaften. „Als wir vor 45 Jahren angefangen haben, waren wir breit und breit die einzige große Kinderfaschingsveranstaltung“, erinnert sich Helga Hoffmann vom SOS-Helferkreis an die Anfänge im damals neu erbauten Bürgerhaus Nieder-Roden. Seit einiger Zeit jedoch liege der „Baby-Beat“ im Veranstaltungskalender an dritter Stelle nach den Kindermaskenbällen der beiden Sportvereine TG und SG Nieder-Roden.

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„In den letzten Jahren sind zu uns immer weniger Kinder gekommen“, berichtet Helga Hoffmann. Zudem sei es wegen der wirtschaftlichen Situation vieler Unternehmen extrem schwierig geworden, Sachspenden für die Tombola zu erhalten. Die Verlosung sei jedoch ein wichtiger Baustein gewesen. Hoffmann: „Die Tombola hat bis zu 1.000 Euro gebracht.“

Steigende Kosten

Auch steigende Kosten schmälern den Erlös. Allein die Gebühr fürs Geschirrmobil hat sich von 25 auf 50 Euro verdoppelt. Dazu kommen Musik, GEMA-Gebühr, Schankerlaubnis und natürlich Würstchen und Getränke. Ein Faktor unter vielen ist auch die künftige Gebühr für die Nutzung des Bürgerhauses. Sie sei jedoch nicht ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen, betont die Vorsitzende des SOS-Helferkreises. Damit widerspricht sie Gerüchten, die im Ort kursieren.

An den familienfreundlichen Preisen für Eintritt und Bewirtung wollte der Helferkreis nicht rütteln. Helga Hoffmann: „Es war immer unser Anliegen, dass auch Familien zu uns kommen können, die nicht so viel Geld haben.“ 

eh

Quelle: op-online.de

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