Bachuferfest

In die Rodau, fertig, los!

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Weiskirchen - Heiße Sonne, kühles Rodauwasser, Blasmusik live und Disco-Sound aus dem Lautsprecher: Es war eine gute Mischung aus Gegensätzen, die der Gewerbeverein Weiskirchen/Hainhausen gestern bei seinem Bachuferfest bot. Höhepunkt war natürlich das Krokodilrennen auf der Rodau für einen guten Zweck.

„Einmal im Jahr lebt man in Weiskirchen gefährlich. Dann lässt der Gewerbeverein Krokodile los.“ Diese nette Formulierung gelang dem städtischen Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze zur Eröffnung der Veranstaltung. Den verbalen Startschuss teilte er sich mit dem Gewerbevereinsvorsitzenden Michael Hügel und dem Ersten Stadtrat Michael Schüßler. Letzterer versuchte sich dann auch gleich beim Prominentenrennen. Doch das grüne Plastiktierchen, auf das Schüßler gesetzt hatte, schaffte es nur auf Platz zwei. Die Schnauze vorn hatte im Ziel das Krokodil der Ortsvorsteherin Annemarie Jonas - und das mit der Startnummer13! Platz drei sicherte sich Helmut Trageser, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins.

1000 Spielzeugtierchen gingen diesmal in diversen Rennen auf die Strecke, die am Heimatmuseum und dem Mühlrad vorbei führt. Rennen war aber eigentlich zuviel gesagt, es war mehr ein müdes Dümpeln. Die Strömung der Rodau war einfach zu schwach. Zum Glück gab es die Krokodil-Schubser Jannik und Julian Döring. Eingepackt bis zur Brust in Anglerhosen aus Gummi und ausgerüstet mit Schippe und Mistgabel, trieben sie die Plastiktierchen voran, unterstützt von weiteren Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Zuvor hatte ihre Kollegin Tatjana Amberg die Renn-Krokos am Start ins Wasser gekippt. Im Ziel warteten nicht nur viele Zuschauer gespannt auf die Ankunft der Gummitiere, sondern auch Jugendliche der Weiskircher Wehr.

Sie nahmen die nummerierten Schwimmtiere in Empfang und trugen die Sieger in große Listen ein. Jenseits der Rennstrecke erwartete die vielen Besucher ein buntes Programm. Erstmals nach längerer Pause begleitete das Bachuferfest wieder eine kleine Gewerbeschau. Zu sehen waren Personenwagen von der Firma Richter und dem Autohaus am Hafen und ein mächtiger Muldenkipper von Gartenbau Bernhart. Textilien zeigte das Modegeschäft „Der Kleiderschrank“ und die Fegro präsentierte Gartenmöbel. Zustande kam die Veranstaltung nur, weil so viele helfen, Sponsoren (zum Beispiel die Maingau Energie GmbH) wie Vereine. Ohne die Kooperation von Gewerbeverein, Musikverein und Feuerwehr liefe nichts. Weil alle Hand in Hand arbeiten, gab’s leckere Verpflegung, Getränke am Bier- und Cocktailstand, frischen Kuchen und mehr. Die Jugendfeuerwehr hatte wieder einen Parcours aus gefüllten Schläuchen gelegt, den Kinder auf Bobbycars durchfuhren.

Bachuferfest mit Krokodilrennen in Rodgau

Bachuferfest mit Krokodilrennen in Rodgau

Umlagert waren auch die Hüpfburg und ein aufgeblasener Gummibulle in Lebensgröße, auf dem Kinder wilde Ritte hinlegten. Und das ganz ohne Verletzungsrisiko, denn wer runter fiel, landete in einem weichen und voluminösen Luftkissen. Freuen dürfen sich diesmal über den Erlös aus dem Bachuferfest alle vier Weiskircher Kindergärten sowie die Jugend der Feuerwehr und des Musikvereins, der unter Leitung von Herbert Massoth mit einem schmissigen Platzkonzert für einen guten Ton sorgte. Zum Fest hatten Kita-Kinder überdies im Zuge eines Bastelwettbewerbs schöne Arbeiten angefertigt. Unter den Teilnehmer verloste der Gewerbeverein als Hauptpreis eine Hüpfburg.

bp

Quelle: op-online.de

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