Badesee putzt sich heraus

Richard Ricker, Vorarbeiter beim Bauhof, und seine Kollegen Holger Bannert und Volker Leubner (am Bagger) haben zwei Schattenpilze am Badestrand ausgetauscht. Der Stamm ist aus druckimprägnierter Douglasie. Der Pilz hat einen Durchmesser von neun Meter. Fotos (3): Pelka

Rodgau - Der Parkplatz am Badesees bleibt vorerst eine staubige Wüste. Die Pläne der Stadt, die Sandfläche für gut 500.000 Euro zu befestigen, haben sich vorerst erledigt. Das bestätigte Stadtrat Michael Schüßler auf Anfrage unserer Zeitung. Von Bernhard Pelka

Die Stadt könne diese Summe nicht allein über eine Erhöhung der Eintrittspreise und Parkgebühren finanzieren, sagte Schüßler. Folglich müsse das Angebot am Badesee um neue Attraktionen und Veranstaltungen erweitert werden, damit sich ein neuer Parkplatz rechne. Ein erster Versuch in diese Richtung war 2010 gescheitert. Das für September geplante Strandbadfestival fiel ins Wasser. Ob es einen neuen Anlauf geben wird, ist derzeit offen. Die Nutzung des Badesees für weitere Events hängt auch von der künftigen Abbaufläche für Sand ab. Dies werde im Zuge eines bergrechtlichen Verfahrens derzeit geklärt, erläuterte der Dezernent. Schüßler: „Die Sache mit dem Parkplatz ist also nicht von unserem guten Willen abhängig, sondern hängt an Abhängigkeiten, die wir nur am Rande beeinflussen können.“ Wie auch immer: Der Badesee wird am Samstag um 10 Uhr offiziell eröffnet. Dabei erhalten die Jugendlichen der DLRG ihre Urkunden und Abzeichen.

Schwimmmeister Marcus Galli (rechts) und sein Kollege Christoph Reckemeier haben den Nichtschwimmerbereich wieder mit einer schwimmenden Leine begrenzt. Foto: Pelka

Zwischen den Stadtteilen Dudenhofen und Nieder-Roden liegt malerisch in einer windgeschützten Senke das schon vor 32 Jahren von den Rodgau Monotones in ihrem Song „St. Tropez am Baggersee“ hoch gelobte Badeparadies der Stadt. 201. 000 Besucher ließen es sich dort in der vergangenen Saison an 145 Badetagen gut gehen. 6,3 Millionen Gäste sind es seit Eröffnung im Jahr 1977.

Der feine Sandstrand und die Liegewiesen teilen sich in einen Textil- und einen FKK-Bereich. In beiden Bereichen gibt es Schwimmer- und Nichtschwimmerzonen mit Badeinseln und DLRG-Aufsicht. Der Wasserspielplatz für kleine und große Kinder komplettiert das Freizeitvergnügen ebenso wie die Beachvolleyball-Anlage mit drei Feldern und eine große Skater-Anlage. Kiosk, Imbiss und Aussichtsterrasse, Duschen und Sanitäranlagen, ein Pavillon mit Babywickelraum und Behinderten-WC sowie Parkplätze für 1 660 Pkw und Extra-Areale für Motorräder und Fahrräder stehen bereit. Ein weiterer Kiosk und ein Beachvolleyballfeld befinden sich im FKK-Bereich. Der Zugang zum Strand ist rollstuhlgerecht.

Richard Ricker besserte auch das Dach der Schattenpilze aus. Foto: Pelka

Für die jetzt beginnende Badesaison wurden zwei neue Schattenpilze erneuert. Im FKK-Bereich wurde eine Holztreppe durch eine Betontreppe zum Strand ersetzt. Das Strandbadteam besteht aus vier Rettungsschwimmern und temporärer Unterstützung durch die DLRG. Je nach Saisonwetter zieht das Strandbad 150 .000 bis 370 .000 Besucher jährlich an. Die Wassertemperatur erreicht im Hochsommer leicht 23 C, manchmal auch 26 C. Die Wasserqualität wird in regelmäßigen Abständen untersucht. Es gab in den vergangen Jahren keine Beanstandungen. Jeweils den 100 .000., 200. 000. und 300. 000. Besucher einer Saison beschenkt die Stadt mit einer Familiensaisonkarte für die kommende Saison, ebenso den ersten Millionär.

Bereits jetzt (und damit ermäßigt) können im Bürgerbüro Zehnerkarten und Saison-Dauerkarten gekauft werden. Erwachsene und Familiengruppen mit mindestens einem Kind bis 16 Jahre zahlen so fünf Euro weniger als an der Strandbadkasse, nämlich 45 Euro für die Erwachsenen-Saisonkarte und 65 Euro für die Familien-Saisonkarte. Zum gleichen Preis wie an der Strandbadkasse hält das Bürgerbüro ermäßigte Karten für Schüler, Studenten, Wehrdienst- sowie Ersatzdienstleistende und Schwerbehinderte als Saison-Dauerkarten für je 25 Euro und als Zehnerkarten für je zehn Euro vor. Ebenfalls können Erwachsene Zehnerkarten für je 25 Euro kaufen.

Quelle: op-online.de

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