Bahnhofsvorplatz soll autofrei sein

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Diese Autos sollen weg. Der Ortsbeirat Dudenhofen will den Bahnhofsvorplatz autofrei haben. Vorne ist ein Stück der letzten Kopfsteinpflasterstraße Dudenhofens zu sehen.

Dudenhofen (eh) ‐ Der Bahnhofsvorplatz in Dudenhofen soll eine Grünanlage werden. Einstimmig sprach sich der Ortsbeirat am Mittwoch für einen Umbau aus, der auf Parkplätze verzichtet. Es ist bereits der vierte Versuch, aus dem ungeordneten Durcheinander eine ansprechende „Visitenkarte“ des Stadtteils zu machen.

Die neue Landschaftsplanerin der Stadt Rodgau, Anita Baksi, stellte dem Ortsbeirat zwei Pläne vor: mit und ohne Parkplatz. Im ersten Fall hätten 18 schräg parkende Autos in der Mitte Platz, dazu kämen noch zwei Behindertenparkplätze und ein Taxistand am Bahnsteigzugang. Bisher stehen bis zu 40 Fahrzeuge kreuz und quer unter Bäumen und auf dem Gehweg.

Auf beiden Plänen schlängelt sich ein schmaler Weg am Spielplatz entlang, der von japanischen Zierkirschen gesäumt wird. Eine große Eiche soll den Platz der ehemaligen Flatterulme einnehmen, die vor zwei Jahren gefällt werden musste.

Die Zufahrt zu den Wohnhäusern auf dem ehemaligen Raiffeisengelände stieß bei Anwohnern auf Widerspruch: Die Fahrbahn sei zu schmal, der Kurvenradius zu eng. Monika Treske von der Planungsabteilung widersprach diesem Eindruck. Eine Besichtigung mit dem Ortsbeirat am 30. Juni um 18 Uhr soll Klarheit schaffen.

„Wir sind hin- und hergerissen“

„Den Bahnhofsvorplatz so autofrei wie möglich halten“, forderte Martina Schwabe (CDU). Hans-Jürgen Lange berichtete, beim Kampf um Stellplätze spielten sich haarsträubende Szenen ab.

„Wir sind hin- und hergerissen“, bekannte Christl Schäfer (SPD). Einerseits teile die SPD den Wunsch nach einem ansprechend gestalteten Platz, andererseits seien die P+R-Parkplätze überfüllt: „Ich befürchte, dass der Parkdruck nicht geringer wird. Er wird sich noch mehr verteilen.“ Sozialdemokrat Ernst-August Resch regte an, den Parkplatz hinter dem Bürgerhaus zu erweitern; der Rhein-Main-Verkehrsverbund solle dafür bezahlen.

Für Behindertenparkplätze und Taxistand sei das Bahnhofsgebäude kein geeigneter Standort, sagte Karl-Heinz Mahr (CDU): Der Fahrkartenautomat und die Rollstuhlzufahrt befinden sich am anderen Ende des Bahnsteigs.

Runde 200.000 Euro soll der Umbau des Bahnhofsplatzes kosten. Der Baubeginn steht noch in den Sternen. Das Problem: Die Hälfte der Fläche gehört der Deutschen Bahn. Nach vielen erfolglosen Versuchen seit 2006, einen Ansprechpartner bei der Bahn zu finden, sei die Stadtverwaltung seit Dezember in Gesprächen mit der DB Immobilien-Service GmbH, berichtete Monika Treske. Nun zeichne sich endlich Bewegung ab,

Quelle: op-online.de

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