Balkonbrand räuchert Wohnung aus

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Die Möbel stehen noch, aber alles ist voller Ruß: Nach dem Silvesterfeuerwerk muss die Wohnung renoviert werden.

Nieder-Roden (eh) ‐ Ein Brand in der Neujahrsnacht hat eine Zwei-Zimmer-Wohnung in einem Hochhaus der „Chinesischen Mauer“ unbewohnbar gemacht. Die Räume sind so stark verrußt, dass sie komplett renoviert werden müssen.

Nach einer ersten Schätzung dürfte der Schaden bei mindestens 50.000 Euro liegen.

Das Feuer entstand auf dem Balkon durch einen verirrten Feuerwerkskörper, wie die Polizei vermutet. Gegenstände, die auf dem Balkon standen, gingen in Flammen auf. Die Hitze ließ die Fensterscheibe des Wohnzimmers bersten, so dass sich der Rauch auf die ganze Wohnung ausbreitete. Die Bewohner waren nicht zu Hause.

Die Feuerwehr wurde um 0.12 Uhr und 48 Sekunden alarmiert. Etwa 40 ehrenamtliche Feuerwehrleute rückten aus, vorsorglich wurde auch der Rettungsdienst alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten nur mit Atemschutzgeräten in die verrauchte Wohnung vordringen, um nach möglicherweise gefährdeten Personen zu suchen. Von der Drehleiter aus wurde das Feuer gelöscht.

Während die Feuerwehrleute im zweiten Obergeschoss arbeiteten, standen viele Bewohner des Hauses unten im Eingangsflur. Sie konnten erst wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, als die Gefahr einer Rauchgasvergiftung beseitigt war.

Noch in der Nacht wurde der 36-jährige Wohnungsinhaber verständigt. Die Familie mit zwei Kindern ist vorübergehend bei Verwandten oder Bekannten untergekommen.

Bereits vor drei Jahren hatte es an der „China-Mauer“ gebrannt

Der Brand in der Frankfurter Straße 90 war der erste Feuerwehreinsatz des Jahres in Rodgau. Noch am Silvesterabend hatte die Freiwillige Feuerwehr Dudenhofen gegen 21.45 Uhr einen brennenden Altkleidercontainer des Malteser-Hilfsdienstes am Niederwiesenring gelöscht. Um 22.38 Uhr wurde die Feuerwehr Nieder-Roden in den Leipziger Ring gerufen, um einen Hund zu befreien. Doch das zugelaufene Tier lag brav unter dem Wohnzimmertisch. Ein Fehlalarm riss an Neujahr gegen 7.30 Uhr die Jügesheimer Feuerwehrleute aus ihrer Morgenruhe: Ein automatischer Brandmelder im Gewerbegebiet hatte Alarm ausgelöst.

An der „China-Mauer“ hatte es bereits vor drei Jahren zur Jahreswende gebrannt. Eine Flammenhölle in der Tiefgarage hatte am 30. Dezember 2006 neun Fahrzeuge zerstört und beträchtlichen Gebäudeschaden angerichtet. Damals ermittelte die Polizei in Richtung Brandstiftung.

Quelle: op-online.de

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