Knapp 2000 Besucher

Bands rocken den Badesee

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Zeitweise gab’s beim Strandbadfestival kein Halten mehr. Dann wurde gehüpft, geklatscht und lautstark mitgesungen.

Nieder-Roden - Neun Monate Vorbereitung, 150 freiwillige Helfer für die Organisation, 40 Sicherheitskräfte, fünf hervorragende Bands und knapp 2000 Besucher - das Rodgauer Strandbadfestival darf getrost als voller Erfolg verbucht werden.

Der Impuls Kulturverein hat in Zusammenarbeit mit der städtischen Agentur Kultur, Sport und Ehrenamt bewiesen, dass der Erfolg des letztjährigen Festivals keine Eintagsfliege war. Und wie so oft war es die richtige Mischung, die dazu beigetragen hat. Los ging es mit den beiden Nachwuchsbands „Stage Fighters“ und „Basement Riot“aus Rodgau und Rödermark. Die „Stage Fighters“ sind ein Mädchen und drei Jungs im Alter von zwölf bis 15 Jahren. Mit Songs von den Foo Fighters, den Ärzten, Nirvana, Green Day und Billy Talent zeigten die Youngsters was in ihnen steckt.

Schon etwas älter sind die vier Musiker von „Basement Riot“. Sie entstanden aus einer Schulband und legten einen professionellen Auftritt mit Rock, Punk und irgendwas dazwischen hin.

Bilder vom Strandbadfestival

Kein Halten beim Strandbadfestival

„Pati-O-Papa‘s“ waren dagegen die reinsten Senioren. Immerhin besteht die Band seit 20 Jahren in der aktuellen Besetzung. Wenig seniorenhaftes hatte dagegen der Auftritt der sieben Musiker aus Rodgau. Mit vielen Eigenkompositionen spielten sie herrlichen, druckvollen Rock. Bis hierhin war das bunt gemischte Publikum von ganz jung bis ins hohe Alter noch ein wenig zurückhaltend. Viele hatten es sich auf Decken gemütlich gemacht und sich beim Stand der Jugendfeuerwehr Rodgau-Süd einen Crêpe geholt. Oder sie waren am Stand der Tanzgruppe der TGMSV Jügesheim oder des Bioladens Haller. Doch dann kam die „StreetLIVE Family“. Und sie zeigte, warum sie den „Conga Award“, eine Auszeichnung der Unterhaltungsbranche, erhalten hat. Nach ein, zwei Liedern hatten sie das Publikum fest im Griff. Vor der Bühne wurde getanzt, gehüpft, geklatscht und begeistert mit gesungen. Auf der Bühne zeigten die Musiker um den aus den USA stammenden Entertainer Joe Whitney und seine Frau Annabell, wie richtig gute Stimmung gemacht wird. Zur Verstärkung hatten sie zudem noch ihren kleinen Sohn Louis mitgebracht, der schon jetzt zeigte, dass die Musik in der Familie liegt.

Auch Chris Cosmo und seine professionelle Band rockten die Bühne am Strandbad Nieder-Roden.

Bekannte Hits aus den vergangenen drei Jahrzehnten bis hin zu aktuellen Songs brachten das Publikum auf Touren. Ohne Zugabe ging da natürlich gar nichts. Dadurch musste der letzte Künstler ein wenig warten. Doch Chris Cosmo ist Profi. Immerhin war er schon für den „Echo“ nominiert und Hessens Teilnehmer beim „Bundesvision Song Contest 2012“. Mit seiner herausragenden Band und dem ganz eigenen Musikstil war er der krönende Abschluss eines gelungenen Abends.

Noch ist nicht entschieden, ob es im kommenden Jahr eine Fortsetzung gibt. Doch die Chancen stehen ganz gut, dass es am 16. August 2014 beim Strandbadfestival wieder was auf die Ohren gibt. Wer nicht so lange warten will, hat am 28. September Gelegenheit Ulla Meinecke in der Georg-Büchner-Schule zu erleben. 

Video: Musikfestival am Badesee 2012

khn

Quelle: op-online.de

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