Nieder-Röder Grundbesitzer müssen Geduld bewahren

Baugebiet lässt noch auf sich warten

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Das Baugebiet N39 in Nieder-Roden.

Rodgau - Das Baugebiet N39 in Nieder-Roden zwischen Forschheimer See, Bahn und Rodgau-Ringstraße bleibt Bauland und wird nicht in Grünfläche zurückgestuft. Trotzdem können die Parzellen so schnell nicht bebaut werden.

Dies ist das Ergebnis der der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Die CDU konnte sich dabei nicht mit ihrem Antrag durchsetzen, „das Baugebiet zu forcieren“. Verabschiedet wurde vielmehr mit der Stimmenmehrheit der Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern, dass die umstrittene Fläche in eine „gesamtstädtische Betrachtung und Beurteilung künftiger Entwicklungsmöglichkeiten“ einbezogen wird. Das kann dauern. Ralf Kunert forderte für die SPD, alle Fraktionen sollten in diese Betrachtung ihre Ideen einbringen.

Vergeblich hatten zuvor Lars Neumann und Fraktionsvorsitzender Clemens Jäger für die Union argumentiert, der Baubedarf bestehe jetzt und nicht erst „am St. Nimmerleinstag“. Die Kooperation schiebe die Entscheidung auf die lange Bank, obwohl es die jetzt geforderte gesamtstädtische Betrachtung der künftigen Wohnbebauung in Rodgau schon seit dem Jahr 2003 gebe. Jetzt solle die Kooperation „endlich Nägel mit Köpfen machen“.

Seit 1996 wird über N39 diskutiert

Auch Heiko Stenzel (Die Linke) erinnerte daran, dass bereits seit 1996 über das N 39 diskutiert werde. Die Kooperation lasse mit ihrem Antrag „ihren eigenen Bürgermeister ins offene Messer laufen“. Jürgen Hoffmann hatte gefordert, das Baugebiet in Grünland zurückzustufen. Winno Sahm (Bündnisgrüne) argumentierte, das N 39 sei „entwicklungsstrukturell für Rodgau nicht unbedingt nötig“. Zuerst würden jetzt die Baugebiete Jügesheim J 41 und Hainhausen H 17 entwickelt. Heino Reckließ versuchte für die FDP die Wogen zu glätten und sprach in Anspielung auf den Vorschlag des Bürgermeisters davon, die Kooperation müsse „jetzt etwas heilen, das nicht so glücklich war“. Die CDU solle nicht spalten, sondern dabei helfen, „die Kuh vom Eis zu kriegen“.

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Debatten gab es auch noch über 400 000 Euro Baukostenerhöhung beim Familienzentrum Alter Weg. Annette Schweikart-Paul (CDU) nannte es „grenzwertig“ und „eine Zumutung“, dass diese Mehrkosten für den Bau dem Parlament quasi durch die Hintertür über den Beschluss der Nachtragssatzung zum Haushalt 2013 untergeschoben würden.

bp

Quelle: op-online.de

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