150 begeisternde Minuten

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Die 17-jährige Sängerin Malin-Alice Merget war einer der Höhepunkte des Nieder-Röder Weihnachtskonzertes.

Nieder-Roden ‐ Der Musikverein Nieder-Roden hat es erneut geschafft und das Bürgerhaus am ersten Weihnachtsfeiertag gefüllt. Flöten-, Jugend- und abschließend das Konzertorchester begeisterten ihre Zuhörer über 150 abwechslungsreiche Minuten und gaben mehr als nur eine Kostprobe aus ihrem Repertoire. Von Andreas Pulwey

Das Programm reichte von Musicalmelodien („Circle of Life“), über Ray Charles‘ Erfolgstitel „Hit the road Jack“, bis zu einem Weihnachtsmedley ala „Frosty the Snowman“ und weiter zu Klassikern der Operngeschichte. Dabei ließen die Musiker durchaus Ausgefallenes in den Auftritt einfließen, rissen die Zuhörer mit und banden das Publikum in den Ablauf des Konzertes ein. So klang die „Toccata“, komponiert als Eröffnung von Claudio Monteverdis Oper „L Òrfeo“, direkt aus dem Zuschauerraum, den einige der 46 Musiker des Konzertorchesters im Dunkeln heimlich besetzt hatten.

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Weihnachtskonzert des Musikvereins Nieder-Roden

Eine Einführung in die Welt der Musik präsentierte auch Jürgen K. Groh, Dirigent und Moderator des Konzertorchesters: Vor Bert Appermonts Komposition „Jericho“ belebte der Dirigent die biblische Geschichte, dann führte er das Publikum durch die einzelnen Szenen des Stückes, angefangen vom Marsch der Angreifer um die Stadt, bis hin zur Siegesfeier der Israeliten, nachdem die Mauern Jerichos auch von den Nieder-Röder Blechbläsern mit wuchtigen Klängen zum Einsturz gebracht worden waren.

Das von Steffen Reichenbach und Stefan Eyßen geleitete Jugendorchester spannte den Bogen von Techno zum eher romantischen Stück „Red Mountains“.

Fabian Carl und Lukas Koser gaben ihrer Moderation und somit dem Auftritt des Jugendorchesters durchaus eine heitere Note. Mit weißroten Weihnachtsmützen kündigten sie eines der schwungvoll vorgetragenen Musikstücke wie „Lightning fire“ an, immer „unterstützt“ vom Bassisten Manuel Stolz, der mit Megafon ausgerüstet als Souffleur für die beiden Kameraden diente.

Gut gemeint mit der Raumtemperatur

Eingeheizt haben dem Publikum nicht nur die drei Orchester, auch der Hausmeister hatte es gut gemeint in Sachen Raumtemperatur. So war das schulterfreie Abendkleid von Malin-Alice Merget genau die richtige Wahl, als die 17-jährige Sängerin mit „I dreamed a Dream“ aus dem Musical „Les Miserables“ kurz vor dem Ende des Weihnachtskonzertes einen weiteren Höhepunkt setzte und das Publikum verzauberte.

Das Flötenorchester, das zur Eröffnung gespielt hatte, wurde von Sarah Schütt und Sebastian Schubert geleitet; beim Jugendorchester des Musikvereins gaben Steffen Reichenbach und Stefan Eyßen den Takt an.

Quelle: op-online.de

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