Benefizläufer geben Stab weiter

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Der 24-Stunden-Lauf wirft seine Schatten voraus. Mit technischen Neuerungen wartet der Veranstalter auf. So trainieren Mike Löw von den „Racing Ducks“ (vorne) und Klaus Differenz (Stolpertruppe) bereits mit dem Computerchip unterstützten Staffelstab.

Rodgau (pul) - Beim 24-Stunden-Lauf am Wochenende 10. /11. September sammelt der Verein „Gemeinsam mit Behinderten“ (GmB) wieder eifrig Spenden für behinderte Menschen in Rodgau.

Daneben schafft es GmB immer wieder, Persönlichkeiten aus der Wirtschaft als Aushängeschild für die Veranstaltung zu gewinnen. Zusätzlich stehen dieses Jahr technische Neuerungen an.

„Baldowerer“, „Komaläufer“ oder „Die Allerscheenste“ nennen sich einige der 46 Mannschaften, die auf dem Gelände des TSV Dudenhofen 24 Stunden lang ihre Runden drehen werden. Beim 30. Wettkampf dieser Art hat sich der Verein um Christian Goldmann eine technische Neuerung einfallen lassen: Warfen noch im letzten Jahr die Läufer bei jeder Runde einen Plastikchip in eine Wanne, um so die geleistete Rundenzahl zu ermitteln, reichen sich die Sportler bei der Ablösung nun einen Staffelstab. Dieser enthält den nur einen Millimeter kleinen Computerchip, der bei jedem Überschreiten der Start-Ziel-Linie einen Impuls an die Computersysteme abgibt.

Das zeitaufwändige Zählen der Plastikchips oder gar das Anfertigen einer Strichliste, wie vor Jahrzehnten, entfällt künftig.

Wer die Startpistole heben wird, ist ein Geheimnis

Neben technischen Neuerungen begrüßt GmB erneut eine Persönlichkeit aus der deutschen Wirtschaft. Hilmar Kopper (Deutsche Bank), Dr. Michael Römer (Darmstädter Merck KGaA) und zuletzt Dr. Ingrid Hengster (Royal Bank of Scotland) griffen schon zur Pistole und schickten mit ihrem Startschuss die Athleten auf ihren Runden. Wer dieses Jahr die Starterpistole heben wird, bleibt noch streng gehütetes Vereinsgeheimnis.

Nach dem Startschuss wird auch der Niederländer Geerten Wind für die „Silberpfeile“ seine Runden drehen. Auch wenn er selbst bei seinem 16. Start erneut seinen inneren Schweinehund überwinden muss: „Wenn ich nachts um 2 Uhr geweckt wurde, aus dem warmen Schlafsack in die feuchten Laufklamotten steigen muss und ich einsam mit ein paar anderen Läufern meine Runden drehe, dann fragte ich mich schon: Was mach’ ich hier überhaupt?“

Die Entscheidung, dass dies die letzte Teilnahme war, trifft Geerten Wind zu nachtschlafender Stund‘ sehr schnell. Genauso schnell ist aber die Melancholie verflogen, wenn am Morgen die Sonne aufgeht. „Dann wird erneut richtig Gas gegeben“, beschreibt der Holländer seinen Elan hinein in den zweiten Tag. Und nach der Ehrenrunde mit dem Team erinnert er sich erneut, warum er jedes Jahr die Strapazen auf sich nimmt: „Für die gute, gemeinsame Sache.“

Quelle: op-online.de

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