Berufsfeuerwehrtag in Rodgau

Sogar nachts im Einsatz

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Fast wie beim echten Einsatz: Die Lagebesprechung zu Beginn gehörte auch bei der Übung in der Klöcknerstraße dazu.

Rodgau - Einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr erlebten 22 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr Rodgau-Süd am Wochenende. Sie hatten alle Hände voll zu tun: 13 Mal ließ der Alarm die Pulsfrequenz nach oben schnellen - sogar nachts.

Ausbildung, Dienstsport und immer wieder überraschende „Einsätze“: Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr wussten nie, was die nächste Stunde bringt. Zehn erwachsene Betreuer hielten den Nachwuchs auf Trab. Gleichzeitig achteten sie auf die Sicherheit, damit sich keiner ihrer Schützlinge verletzte. „Das ist Jugendarbeit auf höchstem Niveau“, lobte Stadtbrandinspektor Andreas Winter. Es komme nicht nur darauf an, dass die Kinder und Jugendlichen praktische Erfahrungen sammeln: „Sie lernen, dass es nicht alleine geht.“

Fast wie beim echten Einsatz: Die Lagebesprechung zu Beginn gehörte auch bei der Übung in der Klöcknerstraße dazu.

Als die Nachwuchskräfte am Sonntagmittag ihre orange-blaue Kleidung aufräumten und von den Eltern abgeholt wurden, dürften die meisten recht erschöpft gewesen sein. Während die Mitschüler am Samstag ausschlafen konnten, war die Jugendfeuerwehr um 8 Uhr früh zum „Dienst“ angetreten. Gleich am Vormittag ging es Schlag auf Schlag: Ein Kleinfeuer am Don-Bosco-Heim, zehn Minuten später eine Katze auf dem Baum an der Kastanienallee, weitere fünf Minuten später eine Fahrt zur Gänsbrüh für den Notarzt. Ob Ausbildung, Sport oder Mittagessen, immer wieder kam ein Alarm dazwischen: medizinische Notfälle, Menschenrettung per Drehleiter oder Verkehrsunfall. Auch ein Brandmelder im Industriegebiet durfte nicht fehlen: Fehlalarm!

Großübung der Rodgauer Feuerwehr

Großübung der Rodgauer Feuerwehr

Wenig später rückte die Jugendfeuerwehr erneut in die Klöcknerstraße aus - diesmal loderten Flammen. Aus dem ehemaligen Gebäude der Firma Thyssen Krupp Aerospace drang künstlicher Qualm. Drinnen warteten fünf furchterregend realistisch geschminkte „Verletzte“ der DLRG darauf, gefunden und ins Freie gebracht zu werden. Bei dieser Großübung konnten die Kinder und Jugendlichen alles zeigen, was sie gelernt hatten. Nicht einmal die Nachtruhe blieb ungestört. Um 0.30 Uhr musste die Gruppe zum Strandbad fahren, um eine vermisste Person zu suchen. Wenige Stunden später weckte sie der nächste Alarm. Wer nach so einem Tag immer noch zur Feuerwehr gehen möchte, muss es wohl ernst meinen.

(eh)

Übung in der Feuerhölle

Quelle: op-online.de

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