Bessere Wege entlang der Rodau

Rodgau (eh) - Die Wege entlang der Rodau werden an sechs Stellen verbessert. Das Stadtparlament hat am Montag grünes Licht für erste Baumaßnahmen in Jügesheim und Dudenhofen gegeben. Der Ausbau von rund 900 Metern mit „wassergebundener Decke“ soll 126.000 Euro kosten.

Über einen durchgehenden Rodau-Weg von Weiskirchen bis Rollwald wird noch einmal beraten – allerdings nicht in den Ortsbeiräten.

Als „gute Vorlage zum richtigen Zeitpunkt“, lobte Winno Sahm (Grüne) das Wegekonzept des Magistrats. Dank intensiver Arbeit der städtischen Planungsabteilung sei ein Konzept für die nächsten Jahre und Jahrzehnte entstanden.

Ein grundlegendes Problem der innerstädtischen Radwege finde sich auch im Rodau-Weg wieder: „Auf wenigen hundert Metern stark wechselnde Qualität.“ Die Sofortmaßnahmen seien sinnvoll: Auch wenn schmale Pfadspuren bei manchen Radfahrern als „Single-Trails“ beliebt seien, sei der Rodau-Weg doch eher etwas für „Genussradler“.

Als Herausforderung bezeichnete Sahm die niedrige Unterführung der Landesstraße zwischen Dudenhofen und Babenhausen: „Dabei bin ich echt mal gespannt, was es da an kreativen Vorschlägen gibt.“

Die CDU scheiterte mit ihrem Antrag, die Ortsbeiräte in die weitere Beratung des Rodau-Weges einzubeziehen. Bei den mittel- und langfristigen Maßnahmen gebe es keine Eile, appellierte CDU-Redner Bernd Ripper. Die Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und FW müsse ohnehin nichts befürchten, da sie in vier der fünf Ortsbeiräte die Mehrheit stelle.

Anhand von zwei Beispielen aus Dudenhofen mahnte Ripper den verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern an. So müsse der bewachsene Pfad zwischen Wiesen- und Bachstraße nicht für 18 000 Euro ausgebaut werden, eine regelmäßige Pflege reiche auch – zumal östlich der Rodau bereits ein asphaltierter und beleuchteter Weg bestehe. Als zweites Beispiel nannte der Unionsmann den Bolzplatz an der Opelstraße: 90 000 Euro gebe die Stadt aus, um das Bachbett der Rodau in Kurven zu legen und einen funktionierenden Radweg zu verlegen. „An dieser Stelle passen Ihre Konzepte nicht zueinander“, kritisierte Bernd Ripper. Das ebenfalls vom Magistrat vorgelegte Spielplatzkonzept empfehle, am Bolzplatz nichts zu ändern. Ja zu den Sofortmaßnahmen sagten schließlich SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler und fünf der sechs anwesenden ZmB-Mitglieder. Ein ZmB-Stadtverordneter votierte dagegen, CDU und Linke übten Enthaltung.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de / Hanspeter Bolliger

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