Betrug: Nachspiel vor Gericht

Rodgau (eh) - Wegen Betrugs mit Geldanlagen in großem Stil sitzt ein Geschäftsmann aus Dudenhofen für viele Jahre im Gefängnis. Seine kriminellen Geschäftspraktiken haben nun ein weiteres Nachspiel.

Ab morgen, Donnerstag, muss sich ein Mann aus Niedernhausen vor dem Landgericht Darmstadt verantworten. Ihm wird Beihilfe zum Betrug vorgeworfen. In erster Instanz hatte ihn das Amtsgericht Offenbach deshalb im November 2010 zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Der Betrugsfall hatte in den Jahren 2007 bis 2009 Schlagzeilen gemacht. Viele Geldanleger waren mit dem Versprechen extrem hoher Renditen geködert worden. Der Schaden wurde auf 20 Millionen Euro beziffert. Der Geschäftsmann aus Dudenhofen wurde zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Der nun vor Gericht stehende 49-Jährige hatte den Betrüger seit 2003 in Rechtsangelegenheiten vertreten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe dem Geschäftsmann aus Dudenhofen im Jahr 2004 schriftlich Bonität, Kompetenz und Seriosität bestätigt - obwohl der Dudenhöfer bereits 2001 eine eidesstattliche Erklärung über seine Vermögenslosigkeit abgegeben hatte.

Für die Hauptverhandlung der 8. Strafkammer in Darmstadt sind bis zum 29. Juni vier Tage angesetzt.

Quelle: op-online.de

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