Bildstock in Form gebracht

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Mit Worten aus der Schrift weihten Pfarrer Dr. Peter Eckstein und Christian Reuter, Pfarrgemeinderatsvorsitzender der Gemeide St. Matthias, die neue Anlage rund um den Bildstock am Hörnersgraben ein.

Nieder-Roden (chz) ‐ „Er ist auferstanden“ - diese Worte standen am Karsamstag, für Christen der Tag des Übergangs und des leeren Kreuzes, sinnbildlich über den Gläubigen und allen interessierten Gästen bei der Wiedereinweihung des Bildstockgeländes am Nieder-Röder Hörnersgraben.

Dieses Kreuz wurde hier errichtet, damit die Botschaft alle Menschen erreicht, die hier vorbeikommen auf ihrem Spaziergang, beim Sport oder beim Weg auf die Felder“, deutete Pfarrer Dr. Peter Eckstein das Holzkreuz. Es ist ebenso wie die gesamte Anlage dank großzügiger Spenden dreier Sponsoren im Verlauf von rund drei Wochen grundlegend restauriert worden. Rund 7 000 Euro mussten investiert werden, weil die gesamte Anlage sich „in einem jämmerlichen Zustand“ befunden hatte. Nur eine Bank und der Findling konnten unbearbeitet ihren neuen Platz erhalten, alles andere wurde erneuert oder frisch gestrichen. Das hohe massive Holzkreuz war abgebaut und in einer Schreinerei neu aufgemöbelt worden. Das alles geschah in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat der Nieder-Röder Pfarrgemeinde St. Matthias, der auch die Restaurierung begleitet hat.

Feuer machte altes Kreuz zum Raub der Flammen

Diesem Bildstock verdankt die ganze Ecke ihren Namen.

Dieses jetzige Kreuz war im Jahr 2000 errichtet worden, nachdem ein Feuer damals das alte Feldkreuz aus dem 80er Jahren mitsamt dem Corpus Christi zum Raub der Flammen gemacht hatte. Der Corpus blieb unter einhelliger Zustimmung aller Beteiligten weg - der Blick des Vorbeilaufenden soll durch das Andere, das Neue, die Inschrift angezogen werden. „Wir variieren, damit man mal wieder hinsieht!“ Besondere Betonung legte Pfarrer Eckstein vor fast 50 Zuhörern von ganz Jung bis ganz Alt bei dem kurzen Wortgottesdienst anlässlich der Einweihung auch auf den kleinen Schrein, der nun auf einem Findling ruht. Dorthin bringen aramäische Christen und Mitbürger seit vielen Jahren ihre Gedenkkerzen; für sie hat sich der Bildstock zu einer kleinen Pilgerstätte entwickelt.

Der kleine Schrein, der von Pfarrer Grittner früher angeregte Bildstock mit Maria und Kind – bisher rot, nun in dezenten Grautönen gehalten -, und das Kreuz, umgeben von Steinplatten und Rindenmulch, werden nun umrahmt von einem luftigen und optisch ansprechenden Metallzaun, dessen Pforte den Zugang nicht verwehren, sondern einladen soll. Und auch für weitere gute Pflege des ganzen Geländes einschließlich seines Blumenschmucks ist gesorgt. Die Nieder-Röder Familien, die es bisher gepflegt haben und die die Witterungseinflüsse und manche übermütige Handhabung durch Passanten nicht vermeiden konnten, werden auch weiterhin ein Auge darauf haben, wie Heribert Söllner, seit 27 Jahren Verwaltungsratsmitglied, langjähriger Bauamtsleiter und zuständig für die Immobilien der Kirche, am Rand der Veranstaltung beruhigt mitteilte.

Quelle: op-online.de

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