Bildungsmesse wächst weiter

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Künstler Gerd Steinle und HBS-Schüler gestalten Stelen für den „Bildungsübergang“.

Nieder-Roden ‐ Die Rodgauer Bildungsmesse wächst weiter. Mehr als 80 Aussteller haben sich Standplätze in der Sporthalle Wiesbadener Straße und der Heinrich-Böll-Schule gesichert. Die Stadt erwartet am 20. Februar rund 2.000 Besucher. Von Ekkehard Wolf

Duale Ausbildung in Betrieb und Schule, Studium und Weiterbildung stehen im Blickpunkt. Das Angebot geht also über eine reine Ausbildungsmesse hinaus. Unternehmen, Institute, Berufsfachschulen, Akademien und Hochschulen stellen sich vor.

Von bundesweit 349 anerkannten Ausbildungsberufen stellten Betriebe und Berufsfachschulen im vergangenen Jahr rund 140 in Nieder-Roden vor. Diesmal kommen noch weitere hinzu. Informationen gibt es auch zu den Übergängen zwischen Kindergarten, Grund-, weiterführenden Schulen, Studium und Beruf. Zur Eröffnung der Bildungsmesse kommt Kultusministerin Dorothea Henzler.

Marcel Dohm (rechts) und Kevin Stein arbeiten lieber handwerklich als künstlerisch.

Die „Bildungsübergänge“ nehmen auch künstlerisch Form an. Gemeinsam mit Künstler Gerd Steinle aus Dudenhofen gestalten Siebtklässler der Heinrich-Böll-Schule im Kurs „Arbeitslehre, Fachpraxis“ den Weg zwischen Sporthalle und Schule. Sie markieren den rund 150 Meter langen Verbindungsweg zwischen Sporthalle und Schule mit bemalten Stelen.

Die zehn Zentimeter dicken, zwei Meter hohen Kanthölzer werden von drei Seiten mit Ornamenten, Figuren, Abdrucken, Landschaften bemalt. Die vierte Seite bleibt weiß. Dort schreiben, schnitzen, zeichnen die Schüler eigene Begriffe und Worte. Alle haben mit Bildung zu tun: Abitur, Schule, Frieden … in Deutsch, Englisch, Aramäisch, Türkisch, Spanisch, Französisch. Gemeinsam mit Steinle entwickeln die Kinder ihre eigenen Ideen in allen Sprachen, die sie sprechen. „Einige wollten auch Graffitischriften sprühen“, erzählt der Künstler. „Aber die vierte Seite soll klare Formen und Muster haben, die erkenn- und lesbar sind.“

Holz auf Maß geschnitten

Marcel Dohm (13) und Kevin Stein (12) arbeiten lieber handwerklich als künstlerisch. „Wir müssen die Stelen später ja draußen auch fest aufstellen können“, begründet Marcel. Dafür wird das Holz auf Maß geschnitten und mit einer Metallplatte ausgerüstet. „Damit kennen wir uns aus“, sagt Kevin, „wir haben auch schon zu Hause mit Holz gearbeitet.“ Simha Hosseni (12) findet die Kunstaktion „cool: Die Stelen stehen bald als Wegweiser vor unserer Schule, wenn die Messebesucher kommen. Und wir haben das selbst gemacht!“

Schüler der Geschwister-Scholl-Schule Hainhausen ergänzen die Freiluft-Kunstausstellung mit eigenen Arbeiten. Sie stellen Skulpturen aus ihrem Projekt „Mensch“ auf. An der Bildungsmesse beteiligt sich erstmals auch der „Förderverein Rodgau GHD“ mit sechs Rodgauer Unternehmen.

Quelle: op-online.de

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