Landwirt zieht Antrag zurück

Biogasanlage: Verfahren gestoppt

+

Weiskirchen - Baut er oder baut er nicht? Landwirt Stefan Wolf und seine geplante Biogasanlage liefern derzeit Stoff für die Gerüchteküche. Von Ekkehard Wolf 

Wolf hat seinen Antrag auf Genehmigung der Anlage vor etwa zehn Tagen zurückgezogen. Dennoch hält er an dem Ziel fest, den Pferdemist seines Reiterhofs in Energie und Dünger umzuwandeln. „Die Energieproduktion passt sehr gut in unser Betriebskonzept“, sagte er am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung.

Lesen Sie dazu auch:

Prozessrisiko wegen Ökopunkten

Gehört Biogas zur Landwirtschaft?

Biogasanlage an Ortsgrenze

War die Rücknahme des Antrags nur ein taktisches Manöver? Tatsache ist, dass der Landwirt derzeit mit dem Magistrat verhandelt: Er will erreichen, dass die Stadt eine Veränderungssperre zurücknimmt, die den Bau der Biogasanlage für zwei Jahre verhindert. Erst am Montag war Stefan Wolf deswegen in der Magistratssitzung zu Gast. Zu diesem Zeitpunkt hatte er den Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium (RP) bereits seit einer Woche zurückgezogen. Der Brief traf am 22. Juli in Darmstadt ein. Der Magistrat hatte die Biogasanlage in Bausch und Bogen abgelehnt. In einem umfangreichen Schriftsatz vom Januar bestritt die Stadt, dass es sich überhaupt um ein privilegiertes Bauvorhaben handele. Zudem enthielt das Papier zahlreiche Bedenken. Sie reichten von einer lückenhaften Erschließung (Straßen, Kanalisation) bis zur befürchteten Verkehrsbelastung.

Wie sicher ist unsere Stromversorgung?

Wie sicher ist unsere Stromversorgung? Fragen & Antworten

Der Landwirt habe sich zwar zur Stellungnahme der Stadt geäußert, aber nicht zu ren rechtlich entscheidenden Punkten, teilt RP-Pressesprecherin Nicole Ohly-Müller auf Anfrage mit. Die Behörde habe deutlich gemacht, worauf es ankomme, nämlich das Einvernehmen mit der Stadt und eine juristisch fundierte Auseinandersetzung mit deren Stellungnahme: „Herr Wolf kann jederzeit einen neuen Antrag stellen, der dann in einem neuen Verfahren von uns geprüft wird.“

Quelle: op-online.de

Kommentare