„Du bist ein besonderer Mensch“

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Zahlreiche Vereinsfreunde von Turngemeinde, Eintracht, Feuerwehr und VdK sowie aus der Politik gratulierten Rudolf Gabelmann zum 90. Geburtstag.

Hainhausen (lö) ‐ Gäste aus Politik und Vereinswelt ehrten den großen alten Mann der CDU Hainhausen. Rudolf Gabelmann hatte am Mittwoch seinen 90. Geburtstag gefeiert, am Samstag würdigte die Partei bei einem Empfang im ehemaligen Rathaus die Verdienste eines Mannes, „der seine Meinung immer klar vertreten hat, auch wenn der Wind ihm ins Gesicht blies“.

So charakterisierte Landtags-Vize Frank Lortz seinen „väterlichen Freund“ Rudolf Gabelmann und schlug die Brücke zu zwei weiteren angesehenen CDU-Politikern des Jahrgangs 1920: der frühere Kreistagspräsident Willi Brehm (Seligenstadt) und Dreieichs langjähriger Bürgermeister Hans Meudt.

Lang ist die Liste von Gabelmanns politischen Ehrenämtern: Gründungsmitglied der CDU Hainhausen, Ortsbeirat, Ortsvorsteher, Kreistag und Kreisausschuss. Dazu kommt Engagement in der Turngemeinde, der Feuerwehr, im VdK und im Gesangverein Eintracht. Wer soviel Zeit in Ehrenämter investiere, leiste einen ganz wesentlichen Beitrag für unsere Demokratie, sagte Lortz.

Stadt, Land und Bund honorierten das mit Ehrenbriefen und zwei Verdienstkreuzen. Die Ehrenmitgliedschaft in Partei und diversen Vereinen gerät da fast schon zur Nebensache.

Rückblick auf Rudolf Gabelmanns Privatleben

Der Rückblick auf Rudolf Gabelmanns Privatleben blieb Ortsvorsteher Ewald Simon vorbehalten. Der Jubilar wurde in der Nähe von Magdeburg geboren und als Offizier im Zweiten Weltkrieg mehrfach ausgezeichnet. 1951 zog er nach Hainhausen, 1992 starb seine Frau Gertrud.

Ihr Tod war aber nicht der erste Schicksalsschlag für Rudolf Gabelmann, der Krieg hatte ihn die Gesundheit gekostet. „Als ich den Stabsarzt fragte, wie alt ich wohl werde, meinte der: Mit viel Glück 60!“, freute er sich an seinem 90. Geburtstag fast schon trotzig - auch wenn das Stehen ihm Mühe bereitet und das Augenlicht schwindet.

Dass Rudolf Gabelmann sich hatte nie unterkriegen lassen, fand Bürgermeister Alois Schwab beachtlich: „Es ist nicht wichtig, wie alt man ist, sondern wie man alt geworden ist.“

„Lieber Rudi, mir sind im Leben nur wenige besondere Menschen begegnet. Du bist einer davon“, dankte Turngemeinde-Chef Alfred Röder einem Mann, der die Geschicke des Vereins mehr als 50 Jahre lang geprägt hatte und mit dem Ehrenvorsitz belohnt wurde.

Heiko Lautenschläger, der Vorsitzende der CDU Hainhausen, sagte schlicht und einfach: „Danke, danke und nochmals danke!“

Quelle: op-online.de

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