Blaues Band durchzieht die Stadt

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Den Hauptweg (rot) und alternative Strecken haben die Stadtplaner hier zusammengefasst.

Rodgau - Das blaue Band der Rodau, das die Stadt durchzieht, soll nun auch zu einer durchgehenden Verbindung für Fußgänger und Radfahrer werden. Noch in diesem Jahr will der Magistrat 126.000 Euro ausgeben, um Trampelpfade zu richtigen Wegen auszubauen. Von Ekkehard Wolf

Sechs kleine Wegstücke stehen sofort auf dem Programm, 13 weitere Verbesserungen sollen in den nächsten Jahren folgen.

Bei Regen gefährlich: Der viel befahrene Weg unter der L 3116 hindurch.

Der Magistrat hat den Stadtverordneten das Konzept eines „Rodau-Wegs“ vorgelegt. Sie sollen in der Oktobersitzung darüber entscheiden. Der 2,50 Meter breite „Rodau-Weg“ soll eine zweite Nord-Süd-Verbindung schaffen. Das Bahnpfädchen wurde bereits beim S-Bahn-Bau durchgehend ausgebaut.

Mehr als vier Kilometer Wege will der Magistrat über kurz oder lang verbreitern und befestigen. Nicht alle benötigten Grundstücke sind in städtischer Hand. Für den Anfang sollen sechs Teilstrecken in Jügesheim und Dudenhofen genügen, insgesamt etwa ein Kilometer (siehe Kasten). Dazu gehört auch die Unterführung unter der L 3116 nach Babenhausen. Dort steht bisher ein Schild: „Kein öffentlicher Weg, Benutzung auf eigene Gefahr.“ Bei Regenwetter ist es so glitschig, dass man Gefahr läuft, vom Fahrrad zu fallen.

Engstelle: Der Trampelpfad an der Rodau mündet auf den Alten Weg.

Der „Rodau-Weg“ ist für Bürgermeister Jürgen Hoffmann die logische Fortsetzung des Radverkehrskonzepts (beschlossen im Jahr 2003) und des Konzepts zum Rodgau-Park (2004). Er wolle nicht „Konzepte um der Konzepte willen“, sondern verstehe diese Beschlüsse als Handlungsanweisungen an den Magistrat.

Auch an der Brücke zum Tennisclub Rodgau will die Stadt den Radweg befestigen.

Bereits im Jahr 2002 hatte Hans Deister (Jügesheim) im Rahmen der Lokalen Agenda 21 eine handgezeichnete Karte der Fahrradwege an der Rodau veröffentlicht. Sein Fazit: Wer Rodgau entlang der Rodau mit dem Fahrrad „erfahren“ wolle, habe dazu bereits brauchbare, aber noch nicht optimale Möglichkeiten. Neun Jahre später gibt es immer noch Lücken, etwa zwischen der Burgstraße (Hainhausen) und der Bahnhofstraße (Weiskirchen). An der renaturierten Rodau kommt man stellenweise nur mit der Machete durch. Hinter dem Sportplatz Weiskircher Straße geht es über Stock und Stein. „Und hinter der Rußfabrik ist ein Schlauchboot angesagt“, sagt Stadtrat Michael Schüßler. Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) sieht in dem Rodau-Weg „ein ganzheitliches Konzept für unsere Stadt“. Damit kommt er auch der CDU entgegen, die in ihrem „Leitbild für Rodgau“ zur Kommunalwahl im März die Verbindungen zwischen den Stadtteilen betont hatte: das „blaue Band“ der Rodau und das „rote Band“ des Verkehrs. Hoffmann will, dass der Rodau-Weg nur im Stadtparlament diskutiert wird und nicht in den Ortsbeiräten.

Quelle: op-online.de

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