Umfrage: Wo bleiben die Ärzte?

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Nach einem Jahr Stillstand soll der Bau des Parkhauses noch im August weitergehen.

Nieder-Roden - Noch im August soll der Bau des Parkhauses fürs Ärztezentrum „Medicum Rodgau“ weitergehen. Das hat Bauträger Uwe Werkmann (Dietzenbach) im Mai angekündigt. Was erwarten Bürger vom Medicum? Wir haben gestern auf dem Wochenmarkt nachgefragt.

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Seit mehr als einem Jahr ruhen die Bauarbeiten am Parkhaus. Als „Schwimmbad“ war die halbfertige Betonwanne eine Lachnummer in der Fastnacht. Zurzeit spotten die Kabarettisten von „En Haufe Leut“ über das groß dimensionierte Ärztehaus-Projekt, das so perfekt zum Wunschdenken der Politik zu passen schien. Tenor im Kabarett: Das mit den Ärzten werde nichts mehr.

Bürger in Rodgau sind zwar skeptisch, aber nicht ganz so pessimistisch, wie unsere Straßenumfrage zeigt. Der Magistrat erwartet nun einen sichtbaren Baufortschritt. Im Mai hatte Werkmann in einem Telefonat mit Bürgermeister Jürgen Hoffmann versprochen, dass „im August“ am Parkhaus weitergebaut werde.

Erst nach dem Parkhaus will die Werkmann-Gruppe das eigentliche „Medicum“ errichten. Beim ersten Spatenstich für das 13-Millionen-Projekt wurde eine Bauzeit von 16 Monaten genannt. Der Bauträger hat sich aber verpflichtet, den Neubau bis Februar 2014 fertig zu stellen. Laut Werkmann war das Ärztehaus bereits im Mai 2012 zu 50 Prozent vermietet. Nun will der Investor nur noch 14 Praxen und zudem 24 Wohnungen unterbringen.

Julia Jellonek (34): Hoffentlich werden durch das Medicum Arbeitsplätze entstehen, nicht nur für Ärzte, sondern auch für soziale Arbeit oder im Erziehungsbereich, vielleicht sogar noch bevor ich in Rente gehe. Und, ja, Ärzte fehlen bei uns in Rodgau, am sinnvollsten wären Hautärzte, Augenärzte oder Orthopäden.

Friederike Wolf (54): Das medizinische Kompetenzzentrum hatte von Beginn an den Makel, dass die gesuchten Augenärzte keinen Sitz in Nieder-Roden hätten eröffnen dürfen, denn die Plätze sind bereits in Seligenstadt vergeben. Dieses Projekt wurde zu blauäugig angegangen. Das Ansiedeln von Fachärzten wäre ein Gewinn.

Reiner Langosch (61): Warum sich dass mit dem Bau so hinzieht, wissen wir ja nicht. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich jemand findet, der das Projekt entschlossen angeht. Ich hoffe einfach, dass der Bau so schnell wie möglich fertig gestellt und eröffnet wird. Am besten mit einem Augenarzt oder anderen Fachärzten.

Vera Ziemer (50): Ich denke, sie müssten etwas machen, aber wenn man sich dem Thema annimmt, denke ich schon, dass das was wird. Denn auch die Hälfte der ursprünglich geplanten Ärzte wären ja immer noch ein Gewinn für uns alle, auch wenn man sich ursprünglich mehr versprochen hatte.  

eh

Quelle: op-online.de

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