Blicke in den Schweinestall

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Die ersten Melk-Versuche an einer künstlichen Kuh mit Plastik-Euter waren gar nicht so einfach.

Hainhausen (bp) - „Guck mal, Daddy, die sind süß. “ Der kleine Dreikäsehoch auf dem Arm seines Papas war sichtlich begeistert von der Sauerei, die sich im Schweinestall beim gestrigen Fest auf dem Seehof bot.

Landwirt Robert Keller gestattete gut 1 500 Gästen Blicke hinter die Kulissen. Die Besucher sahen Schweineställe, in denen die Tiere sich im wahrsten Wortsinn sauwohl fühlen. Schließlich haben sie dort zum Beispiel dreimal mehr Platz zum Auslauf, als der Gesetzgeber dies vorschreibt. Auch betten sie sich in Stroh als Untergrund. Wenn das kein Grund für ein wohliges Grunzen ist.

Seit dem ersten Hoffest 2004 öffnet der Seehof gewöhnlich alle zwei Jahre seine Türen. Dann strömen die Rodgauer in Scharen. Auch gestern reichte die Schlange der parkenden Autos wieder zurück bis zur Rodgau-Ringstraße. Und unübersehbar war das Heer der abgestellten Fahrräder.

Bilder vom Hoffest

Hoffest gewährt Einblicke in die Landwirtschaft

Das Fest bot nicht nur etwas fürs Auge. Ponyreiten, Ausfahrten mit dem Planwagen, Torwandschießen, Probe-Melken an einem Kuh-Modell mit Kunststoff-Euter, Wettrennen auf kleinen Traktoren und eine Hüpfburg bereicherten das Programm. Musikalisch unterhielt das Blasorchester des Musikvereins Weiskirchen, geleitet vom Vorsitzenden Herbert Massoth. 50 Helfer versorgten die Gäste unter Schatten spendenden Tarnnetzen und in der Halle mit Speisen und Getränken. Ausdrücklich dankte Landwirt Keller seinen Freunden und befreundeten Vereinen, die die Großveranstaltung durch ihr Engagement erst ermöglichen. „Auf die ist immer hundertprozentig Verlass.“

Natürlich war der Kellersche Hofladen mit Produkten aus eigener Herstellung vertreten: Wurst, Grillfleisch, Marmelade, Holunderblütensirup. „Den zusammen mit Sekt - das ist was Köstliches, schwärmte der Hausherr.

Quelle: op-online.de

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