Blicke über den Gartenzaun

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Marianne Bruder (links) ist eine ausgewiesene Rosenexpertin. - Fotos:

Rodgau - Ein schattiges Plätzchen im Sommer, das Plätschern von Wasser, das Zwitschern von Vögeln und der Klang eines Windspiels. In eine andere Welt entführte gestern der „Tag der offenen Gärten“ in Rodgau.

In der Abenddämmerung zwischen bunten Blumen schauen wie die Sonne untergeht und im Dunkeln sich am Kamin und Kerzenlicht im Freien erfreuen.

14 große und kleine Privatgärten präsentierten sich von ihrer schönsten Seite. Unter dem Motto „gArten 2012“ stellten auch wieder viele Künstler und Handwerker ihre Arbeiten aus und fanden das Interesse vieler Kunstliebhaber und Gartenfreunde. Einen Wasserlauf, Teich und Wintergarten haben sich Franz und Christa Jaberg in ihrem Wohngarten in Dudenhofen binnen 15 Jahren aufgebaut. Der besondere Clou ist die fast ausschließliche indirekte Beleuchtung, die abends eine unverwechselbare Atmosphäre schafft, schwärmen die beiden.

Bilder vom „Tag der offenen Gärten“

Tag der offenen Gärten

Im Garten von Annemarie Jonas fühlen sich nicht nur Pflanzen wohl, sondern auch Tiere. Igel, handzahme Vögel, Frösche, Insekten im eigenen Insektenhotel und zum Tag der offenen Gärten auch noch einen Hund haben zwischen Kräutern und Blumen ein kleines Paradies.

Ganz ohne Rasen geht es im Garten von Theo und Madeleine Henkel zu. Farblos ist es deshalb aber noch lange nicht. Zwischen ihren Bildern sitzt die Hausherrin gerne auf „ihrem“ Platz und genießt die natürliche Geräuschkulisse. Der Kräutergarten gibt alles für eine Grüne Sauce her, Orchideen und Rosen bieten etwas fürs Auge.

Schattengarten in Jügesheim

Uta Bichlmaier pflegt ihren reinen Schattengarten in Jügesheim und kann dank eines bewusst lauteren Wasserspiels die Straßengeräusche vergessen. „Ich bin überwältigt, sagenhaft schöner Garten“ hatte der letzte Besucher in ihr Gästebuch geschrieben. Aber ihr größter Fan ist ihr Mann Franz. Zuerst schauten sie ein Jahr in andere Gärten, bevor sie auch zeigen wollten, was sie haben.

Im Reihenendhausgarten von Matthias und Karin Köhler finden die beiden je nach Tageszeit immer ein lauschiges Plätzchen, wenn nicht gerade Gartenarbeit ansteht.

Wenn spät abends die Fledermäuse über ihren Teich fliegen, dann verweilt Irma Beyerle gerne noch etwas auf der Bank an ihrem Teich. Über 1000 Quadratmeter Garten halten sie und ihren Mann auf Trab. Während er sich um den Gemüsegarten kümmert, ist der Wohlfühlgarten ihr Reich.

„Arbeit die dahinter steckt“

„Das ist Großartig, aber die Arbeit die dahinter steckt, sieht man nicht. Nur wer selbst einen Garten hat, weiß den Aufwand zu schätzen“, bemerkt ein Besucher im Garten von Marianne Bruder. Während ihr Mann Alfred den Rasen macht, kümmert sie sich um den Rest und überrascht immer wieder mit neuen Blickfängen.

Auch Irma Beyerle (rechts) öffnete ihren Garten.

Auch Otto Mezger aus Nieder-Roden lud zum Blick über den Gartenzaun ein. Nachdem er seinen Garten vor sechs Jahren umgebaut hat, bietet er ihm viele neue Möglichkeiten. Auf 350 Quadratmetern findet er Entspannung von seinem Bürojob und pflegt mit Hingabe seine Pflanzen, besonders seine Obstbäume. Da er Quittengelee liebt und eine solche auch im Garten stehen hat, genießt er auch oft die Früchte seiner Arbeit.

Dass man sich auch mit wenig Zeit und wenig Platz eine tolle private Idylle zaubern kann, beweisen Iris und Walter Vogl. Ohne Rasen, dafür aber mit edlen Steinen, Pizzaofen, einem Kräutergarten, Wasserspiel und Buddha haben sich die beiden einen fabelhaften Rückzugsort geschaffen. J pep

Quelle: op-online.de

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