Bloß nicht in die Schuldenfalle tappen

Oliver Eilingsfeld (16): „Ich musste schon Schulden von einem Handyvertrag abarbeiten. Seitdem bringe ich mein Geld immer zur Bank und teile es mir gut ein.“

Jügesheim - (fma) Viele Jugendliche kennen es - das mulmige Gefühl, wenn mal wieder die Handyrechnung auf dem Tisch liegt. Wenn die Abrechnung die eigenen finanziellen Möglichkeiten übersteigt, müssen oft die Eltern verhindern, dass ihre Kinder früh in eine Schuldenfalle tappen.

Damit sie erst gar nicht in eine solche Situation kommen, nehmen die Jugendlichen der 9. Hauptschulklasse der Georg-Büchner-Schule mit ihrem Klassenlehrer Günter Schmack am Projekt „Jugend ohne Schulden“, kurz Josch, teil.

Das Projekt wurde vor drei Jahren von engagierten Senioren und dem Diakonischen Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau initiiert. Es richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren - also an Teenager, die oft gerade ihren ersten eigenen Nebenverdienst haben und zu den am stärksten umworbenen Konsumentengruppen gehören. Oft mangelt es den Schülern an Erfahrung, um den Versuchungen der Werbeindustrie zu wiederstehen. Deshalb geraten immer mehr von ihnen bereits sehr früh in eine Schuldenspirale - sei es durch das Handy, Klamotten oder Elektrogeräte.

Josch teilt sich in fünf Module, die in jeweils einer Doppelstunde abgehandelt werden. Nach einer Einführung folgen die Themen „Jugend und Konsum“, „Kostenfalle Handy“, „Einkommen/Lebenshaltungskosten“ und „Finanzkompetenz“. Risiken werden anhand von aktuellen Beispielen so lange aufgezeigt, bis auch der letzte Schüler gekonnt mit Begriffen wie Ratenkredit oder Zinseszins jongliert. Heide Klabers, Ehrenamtsbeauftragte der TGS Jügesheim, leitet das Projekt.

Bei den Jugendlichen kommt die Initiative sehr gut an. Das merkt man nicht nur an der regen Beteiligung während der Doppelstunden, sondern auch daran, dass sich in Zukunft alle an den „Taschengeldplan“ halten wollen, den Heide Klabers für sie entworfen hat.

Quelle: op-online.de

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