Gärtnerei Fischer

So blüht Weihnachten

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Zerbrechlich und klein sind die Weihnachtssterne, wenn sie bei Ralf Fischer im Sommer ankommen. Umso prächtiger wirken sie nach einigen Monaten der sorgsamen Pflege und des Wachstums.

Rodgau - In Fischers Treibhäusern im Dudenhöfer Feld stehen einige 1000 Exemplare in verschiedenen Wachstumsstadien und Farben - vom Mini-Stern im Sechs-Zentimeter-Topf bis zur stattlichen Solitairepflanze von buschigem Wuchs. Von Bernhard Pelka

„Der Trend geht hin zur kleinen Pflanze. Die sind praktisch und brauchen nicht viel Platz“, beschreibt Gartenexperte Ralf Fischer die Marktlage. Früher habe er sogar mannshohe Exemplare angeboten. „Dafür gibt es aber keine Nachfrage mehr.“

Formen und Farben werden immer vielfältiger: Pyramide, Hochstamm, Busch, Einzelgewächs, mehrere Pflanzen in einem Topf: Kunden haben die Wahl auch unter 30 Farben. „Sogar gesprenkelte gibt es heute.“ Und alles ohne Farbstoffe, sondern fachmännisch und mit viel Geduld gezüchtet. „Die Zeiten, in denen die Weihnachtssterne tatsächlich mit Farbe besprüht wurden, sind endgültig vorbei“, bestätigt Fischer.

Für die Verbraucher hat er Pflegetipps auf Lager:

- Optimal steht die Pflanze bei etwa 20 Grad an einem hellen Platz.
- Kalte Zugluft vermeiden.
- Immer erst gießen, wenn die Erde fast trocken ist. Der Weihnachtsstern mag es nicht, wenn er nasse Füße bekommt. Austrocknen darf er aber auch nicht. Sonst verliert er die Blätter.
- Bricht ein Haupttrieb mal ab, dann taugt die Pflanze immer noch als Schnittblume. Wichtig: Den abgebrochenen Stängel sofort in heißes Wasser tauchen. Das stoppt den Austritt von Milchsaft an der Bruchstelle. Die Kapillare verkleben deshalb nicht und der Stängel kann weiterhin Wasser aufnehmen. Die Pflanze blüht dann noch einmal bis zu 14 Tage.
- Der Weihnachtsstern ist mehrjährig. Wer ihn über den Sommer bringt, kann beim nächsten Weihnachtsfest also wieder Freude daran haben. Dazu muss man allerdings einen Trick anwenden. Farbige Blätter gibt es im nächsten Jahr nur, wenn die Pflanze etwa sechs bis acht Wochen vor der gewünschten Blühzeit täglich höchstens acht bis zehn Stunden Licht abbekommt. Den Rest des Tages muss sie absolut dunkel stehen. Man kann zum Beispiel einen Karton darüber stülpen. Sobald die Pflanze mehr als acht bis zehn Stunden Licht am Tag hat, produziert sie in dieser Wachstumsphase ausschließlich grüne Blätter.

In Frankreich gibt es übrigens das ganze Jahr über Weihnachtssterne. Deshalb heißen sie dort Liebessterne. Wie schön.

Quelle: op-online.de

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