Jan Böttcher wechselt zur FDP

Rodgau - (bp) Die turbulente Kommunalpolitik ist um eine Variante reicher. Gestern gab der FDP-Fraktionsvorsitzende Heino Reckließ bekannt, dass die liberale Fraktion im Parlament auf drei Mandate wächst. Jan Böttcher, Mitglied der CDU-Absplitterung CSG (Christlich Soziale Gruppe) wechselt zum 1. März als Hospitant zu den Liberalen - und bringt sein Stadtverordnetenmandat von der CSG mit.

„Die FDP ist mir politisch am nähesten“, sagt Böttcher. Seinen Wechsel begründet er mit einer Kursänderung der CSG, mit der er nicht mehr einverstanden gewesen sei. „Unter Hermann Jäger wurde die CSG zum bloßen Schwab-Wahlverein.“ Der 27-jährige Angestellte kritisiert, dass Jäger „unreflektiert die Ansichten von Schwab“ übernommen und es zugelassen habe, dass der Wählerverein des Bürgermeisters „immer größeren Einfluss auf die Arbeit der CSG nahm“.

Böttcher war einst glühender Anhänger des Verwaltungschefs und maßgeblich an dessen Wahlkampf beteiligt, der den umstrittenen Bürgermeister schließlich ins Amt hievte. Nach der Wahl habe Schwab ihn aber bitter enttäuscht.

Böttchers Begeisterung für den Rathaus-Chef war so weit gegangen, dass er Ende 2006 zusammen mit Hermann Jäger und Franziska Resch die CDU-Fraktion verließ und die Schwab treue CSG mitbegründete. Schwab habe Hermann Jäger seither „gnadenlos instrumentalisiert“. Dies sei nicht seine Vorstellung von Politik, so Böttcher. Er ist CDU-Mitglied und seit 2002 kommunalpolitisch aktiv. Bis März 2007 war er stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Union. Die JU schloss ihn wegen Mitgründung der CDU-Konkurrenz CSG inzwischen allerdings aus. Das Ausschlussverfahren gegen ihn aus der CDU hingegen hängt. Maßgebliche Akten sind verschwunden.

Quelle: op-online.de

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