Teile für den freien Markt

Brass eröffnet großes Umschlaglager im Jügesheimer Gewerbegebiet

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Ein Blick von der Empore hinunter ins Teilelager. Als der Audi-Tuner Abt diese Halle verließ, um zu Audi nach Dietzenbach zu ziehen, bot es sich an, das Gebäude anderweitig zu nutzen.

Rodgau - Beim Namen „Nora“ denken manche automatisch an Papageien oder Kakadus. Beim Autohaus Brass in Jügesheim umschreibt der Begriff „NORA“ allerdings die neueste Firmenerweiterung um ein modernes Leistungszentrum für den europaweiten Teilevertrieb.

3000 Ersatzteile werden am Standort in der Gutenbergstraße täglich umgeschlagen. „NORA“ ist die Abkürzung für „Nicht Organisationsgebundene Rabattbegünstigte Abnehmer“. Einfacher ausgedrückt: Die Mitarbeiter der Brass-Gruppe erfüllen von Jügesheim aus die Wünsche von Betrieben, die nicht der VW-Organisation angehören, gleichwohl aber deren Ersatzteile brauchen, um sie in Kundenautos einzubauen. Zum Beispiel freie Werkstätten, Tankstellen, Lackierereien, Karosseriebetriebe und Werkstätten anderer Herstellermarken. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in Bulgarien, Rumänien, Litauen, Lettland und Holland.

Mitarbeiter Torsten Schnutzer stellt eine Kommission zusammen. Dazu gehört auch eine Radhausinnenverkleidung.

Von A wie Auspuff bis Z wie Zierleiste: Allein VW und Audi produzieren mehr als 500.000 verschiedene Ersatzteile. Im Umschlaglager sind sogar die Teile von gleich zehn Marken erhältlich: Peugeot, Chevrolet, Opel, Alfa Romeo, Fiat, Audi, VW, Ford, Skoda und Seat. „Alles wird auf den Punkt genau angeliefert. Nur geprüfte Originalteile mit Gewährleistung“, beschreibt der Verantwortliche, Andreas Erfurt, den Vorteil für Brass-Kunden. Denn Teile aus China mögen zwar nur die Hälfte kosten, die Qualität – und vor allem die Sicherheit – ist dann aber entsprechend. 18 Männer und Frauen kümmern sich im „NORA“ Leistungszentrum um die Bestellungen. Meist kommen sie per E-Mail, Telefon oder Fax herein. Künftig können Aufträge aber auch über WhatsApp abgewickelt werden. Da geht die Brass-Gruppe ganz mit der Zeit.

84 Millionen Euro Jahresumsatz erlöst die Firmengruppe in 30 Betrieben allein mit dem Teilevertrieb. Jügesheim ist dabei eine wichtige Stütze. Sechs Transporter fahren zweimal täglich die Kunden an. Geliefert werden die Bestellungen nach Jügesheim zuvor einmal am Tag und einmal nachts. „Binnen 24 Stunden ist eine Bestellung zuverlässig an ihrem Ziel“, sagt Erfurt. Auf die neue Betriebsstätte ist er stolz. Immerhin gehört sie zu den zehn größten Teilezentren in ganz Deutschland. (bp)

Oldtimer beim Hersteller kaufen

Quelle: op-online.de

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