Briefwahl bringt Papierflut

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Zwei Stimmzettel in den gelben Wahlumschlag: Darauf müssen Briefwähler achten, wie Rechtsamtsleiterin Simone Lapointe erklärt. Ab sofort ist Briefwahl möglich.

Rodgau - (eh) Der Superwahltag am 27. September bringt in Rodgau ein Kuriosum mit sich: Für drei Stimmzettel stehen nur zwei Wahlumschläge zur Verfügung. Die Stimmzettel für Bürgermeister und Landrat werden gemeinsam eingetütet. Ein Extra-Kuvert gibt es für die Bundestagswahl.

Auf Briefwähler kommt eine ungewohnte Papierflut zu: Drei Stimmzettel, zwei kleine Umschläge, zwei Wahlscheine, zwei große Umschläge für die Wahlbriefe - und dazu eine Gebrauchsanleitung.

Wer nicht ins Wahllokal gehen kann, ist deshalb gut beraten, die Briefwahlunterlagen früh zu beantragen. Das ist ab sofort möglich, entweder schriftlich oder auf elektronischem Weg.

Gestern sollten die ersten Rodgauer Bürger ihre Wahlbenachrichtigungskarten per Post erhalten haben. Wer bis zum 6. September keine Benachrichtigung bekommen hat, sollte sich an das Wahlamt der Stadt Rodgau wenden: Tel: 693-1331 oder -1332.

Tipps für Briefwähler:

- Gelbe und grüne Stimmzettel kommen gemeinsam in den gelben Umschlag.

- Der graue Stimmzettel kommt in einen blauen Umschlag.

- Die nächste Hürde für Briefwähler: Sie müssen beide Wahlscheine ausfüllen (Name, Ort, Datum, Unterschrift) und zusammen mit dem Stimmzettelumschlag in den großen Wahlbrief legen. Dabei darf man die Wahlscheine nicht verwechseln.

Post-Pannen wie vor der Landtagswahl wollen die Behörden diesmal vermeiden. Sie haben einen Sondervertrag mit der Deutschen Post geschlossen, der ihnen eine ordentliche Briefbeförderung sichert. Ende letzten Jahres hatten zahlreiche Wahlkarten ihre Empfänger nicht erreicht. Um Porto zu sparen, werden Wahlunterlagen zunächst per „Infopost“ verschickt, die durchaus vier Tage unterwegs sein kann. Nur im Endspurt vor der Wahl soll der Transport schneller sein.
Wer auf Nummer sicher gehen will, geht selbst ins Rathaus oder lässt sich die Wahlunterlagen von einer Person seines Vertrauens mitbringen.
Auch wenn Bundestag, Landrat und Bürgermeister am selben Tag gewählt werden, handelt es sich um rechtlich selbstständige Wahlen. Damit es in der Wahlkabine (oder bei Briefwählern zu Hause) kein heilloses Durcheinander gibt, haben die Stimmzettel unterschiedliche Farben: grau für den Bundestag, gelb für den Landrat und grün für die Bürgermeisterwahl.

Was ist, wenn Bürgermeister- oder Landratswahl nicht im ersten Wahlgang entschieden werden? Wer am 11. Oktober verreist ist, kann schon jetzt Briefwahlunterlagen für eine eventuelle Stichwahl beantragen. Sie werden an den Urlaubsort nachgeschickt, sobald die neuen Stimmzettel gedruckt sind. Bei Auslandsurlaub kann das eng werden.

Quelle: op-online.de

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