In Bruchgraben fließt kein Geld

Rodgau - (bp) Der Bruchgraben am südlichen Ortsrand von Jügesheim wird nicht ausgebaut. Gegen die Stimmen der CDU lehnte die Rathausmehrheit eine Magistratsvorlage ab.

Diese sah vor, den Graben an der Einmündung zur Rodau zwischen S-Bahn-Strecke und Bach auf 320 Meter Länge um 20 Zentimeter zu heben und den Durchlass zu erweitern. Das sollte ein massives Problem der Dudenhöfer Kleingärtner lösen, an deren Parzellen der Graben vorbeiführt. Nach Gewitterstürzen tritt das Wasser aus der Rinne über die Ufer. Mit bis zu fünf Kubikmeter pro Sekunde rauscht die Flutwelle durch. Dann überschwemmt der Rückstau Wege und Gärten. Anschließend müssen Kleingärtner Fäkalien aus ihren Gemüsebeeten fischen. Für die Rathausmehrheit begründete Werner Kremeier (Bündnisgrüne) die Ablehnung der Vorlage. Die vorgeschlagene Baumaßnahme löse das Problem der Gärtner nicht. Verantwortlich für den Rückstau seien Engstellen an zwei Brücken am Oberlauf der Rodau und nicht der Graben am Unterlauf. Es sei Geldverschwendung, für eine wirkungslose Maßnahme 110 000 Euro auszugeben.

Quelle: op-online.de

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