Händler geben Lese-Tipps

Rodgauer Buchläden heißen Buchmesse willkommen

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Literaturkennerin Renate Chandler

Rodgau - Im örtlichen Buchhandel begegnen Literaturfreunde der Frankfurter Buchmesse auf vielfältige Weise.

Die lokalen Buchhandlungen haben nicht nur Schaufenster passend zum großen Literaturauftrieb dekoriert, sondern die Buchhändlerinnen und Buchhändler beraten auch kompetent und charmant obendrein. Lesetipps zur Buchmesse:

Buchhändlerin Katharina Rodriguez (Gartenstadt Bücher in Nieder-Roden):

Sie empfiehlt das Werk des brasilianischen Schrifstellers Francisco Azevedo „Der Hochzeitsreis“. Azevedo, 1951 in Rio de Janeiro geboren, ist ehemaliger Diplomat und langjähriger Drehbuch- und Theaterautor. „Der Hochzeitsreis“ ist sein Romandebüt. Erzählt wird darin eine Familiengeschichte rund um den 88-jährigen Antonio.

Fesselnd findet Katharina Rodriguez überdies die Lektüre von Gillian Flynns „Gone Girl“. Das ist ein Thriller, bei dem sich Spannung nicht über Blut und Gewalt aufbaut, sondern über ganz andere Mechanismen. „Die vielen unerwarteten Wendungen machen dieses Buch so aufregend.“

Renate Chandler

Renate Chandler (Bücherwiese Weiskirchen): Sie hat zurzeit gleich drei literarische Favoriten. Der „Traumsammler“ von Khaled Hosseini, Franz Hohlers „Gleis 4“ und „Das Licht zwischen den Meeren“ von M. L. Stedman. In Letzterem geht es um ein Paar, das am Strand einen toten Vater und sein Neugeborenes findet. In „Gleis 4“ forscht eine junge Frau nach dem Leben eines unbekannten älteren Herrn, der neben ihr auf dem Bahnsteig tot zusammenbricht.

Literaturkennerin Renate Chandler

Der Tipp von Buchhändler Thomas Abbenhaus (Jügesheimer Bücherstube) hingegen rankt sich nicht um eine fiktive Geschichte, sondern um harte Realität: das Geiseldrama von Gladbeck. Der aus Hanau stammende Autor Peter Henning hat darüber mehr als einen Dokumentarroman verfasst. „Ein deutscher Sommer“ ist eine Zustandsbeschreibung der deutschen Gesellschaft und Medienlandschaft Ende der 80er Jahre.

Ein Muss zur Buchmesse mit dem Gastland Brasilien ist Abbenhaus zufolge natürlich „Aleph“ aus der Feder des brasilianischen Bestsellerautors Paulo Coelho - eine Reise zu sich selbst.

(bp)

Quelle: op-online.de

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