Bücherei ist für Schule ein Gewinn

Im Sitzen, Liegen oder gleich im Stehen kann man lesend eine neue Welt entdecken. Die Kinder der Gartenstadtschule können in ihrer Schülernbücherei unter rund 1 200 Bänden auswählen.

Nieder-Roden - (eh) Die Schülerbücherei der Gartenstadtschule hat ein neues Zuhause im ehemaligen Hausmeisterbungalow. „Dort wird den Kindern das Schmökern und Lesen richtig Spaß machen“, meint Schulleiterin Gudrun Behring.

Bisher war die Bücherei in einem Raum im Schulhaus untergebracht, der jetzt für den Unterricht mit Kleingruppen benötigt wird. So war es ein Glücksfall, dass die Hausmeisterwohnung vor einigen Monaten frei wurde. Behring: „Wir hätten die Bücherei sonst schließen müssen.“

Regale säumen die Wände in den zwei kleineren Zimmern. Weiche Kissen auf dem Boden laden ein, sich zum Lesen niederzulassen. Das ehemalige Wohnzimmer ist mit einem geliehenen Sofa und einem weichen Teppich als Lesezimmer eingerichtet. Dort ist auch Platz für Veranstaltungen. Einmal pro Woche findet nachmittags eine Vorlesestunde statt, etwa einmal im Monat können dort Kinder ihre Lieblingsbücher vorstellen. Leseaktionen zu bestimmten Themen sind ebenso möglich wie winterliche Märchenstunden am Kamin. Auch für Lesenächte sind die räumlichen Voraussetzungen ideal.

Nach den Osterferien sollen die Räume einmal pro Woche für ein Elterncafé zur Verfügung stehen. Der Schulförderverein hat eine neue Küchenzeile eingerichtet, die bereits gestern bei der Eröffnungsfeier gute Dienste leistete.

Etwa 1 200 Bände stehen in den Regalen - „noch zu wenig“, meint Susanne Hahn vom Förderverein, die mit einem Team aus 14 Müttern die Ausleihe organisiert. Montags, mittwochs und freitags können sich die Kinder mit Lesestoff versorgen. Bald soll die Bücherei täglich geöffnet sein, auch mal nachmittags. Auch Lehrkräfte und eine Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr helfen mit.

Besonders gefragt bei den Kindern sind das „Magische Baumhaus“ und „Lola“, bei den Erstklässlern auch „Licht an“, die Sachbücher mit der Taschenlampe. Kürzlich hat die Schule auch zweisprachige Bücher in Türkisch und Deutsch gekauft. Bei Neuanschaffungen orientieren sich die Büchereimütter an den Wünschen der Kinder. An der Ausleihe liegt ein „Buch der Wünsche“, in dem schon viele Titel eingetragen sind.

Auch bei den Erwachsenen sind noch einige Wünsche offen. Ganz oben auf der Liste stehen eine Polstergarnitur für den großen Leseraum und „viele, viele Bücher“. Denn Lesestoff kann man nie genug haben - schon gar nicht in der Schule.

Quelle: op-online.de

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