Als Schutzmann vor Ort

Für die Bürger zwei offene Ohren

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Michael Böres führen seine Ermittlungen täglich nach Rodgau. Hier ist er für Bürgeranliegen immer an sprechbar.

Rodgau - Mehr Bürgernähe, mehr Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit und damit ein stärkeres Sicherheitsgefühl: Das soll Rodgaus Schutzmann vor Ort vermitteln. Michael Böres hat seinen Vorgänger Guido Zausch abgelöst. Von Bernhard Pelka 

Unterstützt wird Böres in naher Zukunft von Polizeioberkommissarin Evelyn Rathmann. Beratung im Rathaus, Gespräche mit Bürgern auf der Straße, Tipps und Hinweise für Besucher von Beratungsständen vor großen Einkaufszentren: Die Arbeit von Michael Böres ist vielfältig. Und sie ist vor allem eines: bürgernah. Der 56-Jährige ist Rodgaus Schutzmann vor Ort. Seit 2005 realisiert das Polizeipräsidium Südosthessen (PP) dieses Konzept der Präsenzstreifen. Vorgänger von Böres waren dessen Kollegen Guido Zausch und Werner Schultheis. Jetzt ist Michael Böres zuständig. Seinen Schreibtisch hat er zwar in der Polizeistation Heusenstamm. Ermittlungen führen den Polizeioberkommissar aber fast täglich nach Rodgau. Hier ist er kein Unbekannter. Schon seit 1986 betreut er von Heusenstamm aus als seinen Schwerpunkt die größte Stadt im Landkreis Offenbach.

Was unterscheidet Michael Böres von anderen Polizeibeamten? „Er ist ohne Auftrag unterwegs und hat dadurch mehr Zeit für Gespräche mit Bürgern, da er nicht in den täglichen Streifendienst eingebunden ist“, erläutert Erster Polizeihauptkommissar Harry Keckeis, dem als Leiter der Polizeistation Heusenstamm auch der Polizeiposten in Dudenhofen unterstellt ist.

„Ohne Auftrag“ bedeutet natürlich nicht, dass Michael Böres ziellos durch die Gegend fährt und auf Gelegenheiten wartet, Bürgern helfen zu können. Solche Momente ergeben sich aber zwangsläufig, sobald Ermittlungen den Ordnungshüter nach Rodgau führen. Und das ist im Jahr bei 350 bis 400 Vorgängen, um die sich Böres kümmert, so gut wie täglich der Fall. Zum Alltag gehören zum Beispiel die Suche von Autofahrern nach Verkehrsverstößen oder Aufenthaltsermittlungen. Während solcher Aufgaben ergeben sich häufig Bürgerkontakte, die mit dem eigentlichen Vorgang gar nichts zu tun haben. „Die Leute sprechen mich auf der Straße an. Zum Beispiel wegen Parkplatzärger“, erzählt der gebürtige Seligenstädter. Er unterstützt überdies Kampagnen seiner Kollegen. Etwa Beratungsstände bei Selgros oder Rewe, wenn es mal wieder darum geht, vor Wohnungseinbrechern zu warnen. Alle zwei Monate, mittwochs von 14 bis 16 Uhr, sitzt Michael Böres zudem im Bürgerservice im Rathaus zu Gesprächen bereit. „Ich bin eben jemand, der gerne zuhört.“ (bp)

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Quelle: op-online.de

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