Bürgerbüro erfindet sich neu

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In Zukunft werden die Bürgerbüro-Kunden an vier Schaltern bedient.

Rodgau (bp) - Die Strukturreform der Stadtverwaltung wird zum Jahresanfang 2012 auch nach außen sichtbar. Denn dann beginnt der Umbau des Bürgerbüros - und damit die Neugestaltung des Haupteingangs zum Rathaus.

Dieser wird umgekrempelt, damit die Rodgauer einen direkteren Zugang zum neuen Bürgerbüro haben als bisher. Dessen Eingang in der Hintergasse entfällt. Stattdessen kommen die Kunden barrierefrei durch den neuen Haupteingang gegenüber dem Gugi-Brunnen. Die alte Drehtür am Haupteingang hat dann ausgedient. Das gilt auch für den Glaskasten im Rathausfoyer, der aktuell als Empfang dient. Ein geschwungener und offener Tresen ersetzt diesen in Zukunft - fast so schick wie die Theke von Claus Kleber im „heute journal“ des ZDF. Bürger erhalten an diesem Tresen auch Informationen, RMV-Fahrkarten und gelbe Säcke.

Beim Umbau fällt die grüne Drehtür (im Hintergrund) weg.

Überdies wächst das Angebot des Bürgerbüros um weitere Dienstleistungen. Welche das konkret sind, steht noch nicht fest. Möglich wären Gewerbeanmeldungen und Steuerangelegenheiten. Das wird derzeit mit den Ämtern aber noch abgesprochen. Kosten der Aktion: 360.000 Euro. Dauer der Baumaßnahme: etwa ein halbes Jahr. Das Bürgerbüro wird nach dem Umbau ab Sommer auch samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet sein. Das Büro wächst an Fläche. Um der erhöhten Kundenfrequenz seit Schließung der Außenstellen in den Stadtteilen gerecht zu werden, wurde ein benachbartes Ladengeschäft schon zum Warteraum umfunktioniert. Weitere Verkaufsläden werden einbezogen. Zwei Ladenpächter haben schon ihren Betrieb eingestellt, der dritte zieht zum Jahresende um. Mit dieser Erweiterung steigt die Schalterzahl von bisher drei auf vier. Zusätzliches Personal soll es aber nicht geben. Es bleibt bei elf Stellen.

Personalschulungen und neues Anzeigesystem

Neu wird im Warteraum ein Anzeigesystem sein, das Kunden die aktuelle Wartezeit anzeigt und zum nächsten freien Schalter führt. Zusätzlich richtet das Bürgerbüro einen kostenlosen SMS–Benachrichtigungsdienst ein. Das eröffnet Bürgern die Chance, längere Wartezeiten durch Besorgungen im Städtchen sinnvoll zu füllen.

Neben den Umbaumaßnahmen sind auch Personalschulungen vorgesehen. Und für gehbehinderte Kunden bietet das Bürgerbüro einen bequemen mobilen Service zuhause an. Der bisher dafür erprobte Computer hat sich aber nicht bewährt. Die Hardware wiegt 20 Kilogramm. Man braucht zwei Personen, um das zu packen. Nur wer ein ärztliches Attest vorlegt, kann den mobilen Bürgerservice beanspruchen.

Während der Umbauphase kann es zu Einschränkungen im Service kommen. Die Stadtverwaltung will diese so gering wie möglich halten.

Gestern haben Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Hans-Peter Hermann (Leiter Fachdienst 1) und Holger Neu (Fachbereichsleiter Innere Dienste) das neue Konzept vorgestellt. Ziel sei es, die „Bürgerzufriedenheit“ zu steigern, Wartezeiten zu reduzieren und dem neuen Anforderungsprofil besser gerecht zu werden.

Quelle: op-online.de

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