Hilfe in vielen Lebenslagen

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Die Vorsitzende Sigrid Hinkel (links) und Erster Stadtrat Michael Schüßler (Zweiter von links) ehrten die verdienten Mitglieder der Bürgerhilfe.

Rodgau - Immer brauchen Menschen Hilfe und erhoffen sie sich von staatlichen Einrichtungen. Doch allzu oft gerät der Staat, die Politik an Grenzen. Vor 25 Jahren dachten sich einige Menschen in Rodgau, dass dagegen was getan werden muss. Sie gründeten die Bürgerhilfe Rodgau.

Dieses Jubiläum des Vereins wurde jetzt angemessen gefeiert.

Dazu trafen sich neben den Gründungsmitgliedern eine Reihe Prominenter vor allem aus der Politik und natürlich viele Mitglieder der Bürgerhilfe im Weiskircher Bürgerhaus. In seiner Laudatio machte sich Winno Sahm, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtparlament, einige Gedanken über das Helfen und die Menschen, denen geholfen wird. So sei es doch merkwürdig, sagte der Kommunalpolitiker, dass es in der deutschen Sprache zwar den „Helfer“ gebe. Für die Menschen, die Hilfe empfangen sei dies sprachlich dagegen nicht so eindeutig.

Auch über die Gründe, welche die Menschen antreiben, die andere unterstützen, dachte er nach. Mit einer Parabel Berthold Brechts zeigte er einen interessanten Aspekt auf. Im „Städtebauer“ geht es um einen freundlichen Mann, der allen beim Bau ihrer Häuser hilft. Er selbst schafft es in der Zeit nur einen Türstock zu bauen. Während alle anderen offensichtlich vergessen hatten, dass der Freundliche ihnen geholfen hatte, und deshalb für sich selbst so wenig geschafft hatte, erhält er vom Leiter des Wettbewerbs den Sieg zugesprochen. Immerhin hatte er in der kurzen Zeit einen sehr schönen Türstock gebaut. Zum Abschluss seiner Laudatio hatte Sahm noch einen weiteren schönen Vergleich zu bieten - er zitierte aus dem Beatles-Song „Help“.

Vor 25 Jahren ins Leben gerufen

Natürlich gab es nicht nur Reden an diesem Nachmittag. Beinahe noch wichtiger war die Ehrung jener Menschen, die vor 25 Jahren die Bürgerhilfe ins Leben gerufen hatten. Dies waren Toni Dahinten, Barbara Gupta, Ursula Klein, Irmfriede Krausch, Elsbeth Petzinger, Hannelore Schmiedel, Magdalene Unrein, Franz Dürsch und Wolfram Neumann. Natürlich wurde die Festveranstaltung auch von einem unterhaltsamen Programm begleitet. Den Auftakt machte der Chor „Da Capo“. Nach der Ehrung der Gründungsmitglieder ließ die Tanzgruppe „Boogie Woogie Old Stars“ die Bühne beben. Nach dem offiziellen Teil gab es noch Gelegenheit für viele Gespräche und ein leckeres Essen vom Buffet.

Die Bürgerhilfe baut mit einem Punktesystem auf gegenseitige Hilfe. Wer unterstützt erhält Punkte, wer Hilfe braucht, muss Punkte einsetzen. Wer noch keine hat, muss einen kleinen Beitrag für die Unterstützung leisten. Voraussetzung ist immer die Mitgliedschaft in der Bürgerhilfe. Wer sich weiter informieren will findet den Internetauftritt unter www.buergerhilfe-rodgau.de.

kng

Quelle: op-online.de

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